
Es gibt Figuren, die so sehr mit ihrem Darsteller verschmelzen, dass man den einen nicht ohne den anderen denken kann. Dr. Leonard „Pille“ McCoy und DeForest Kelley sind so ein Fall. Am 11. Juni 1999 starb DeForest Kelley im Alter von 79 Jahren in seinem Haus in Woodland Hills, Kalifornien — an den Folgen eines Magenkrebses. Mit ihm ging einer der drei Säulen, auf denen das originale Star Trek ruhte.
DeForest Kelley Todesursache. Magenkrebs
DeForest Kelley erlag am 11. Juni 1999 einem Magenkarzinom — einer der häufigsten und gleichzeitig oft spät erkannten Krebserkrankungen. Er starb zu Hause in Woodland Hills, im Kreis seiner Frau Carolyn, mit der er seit 1945 — also 54 Jahre lang — verheiratet gewesen war.
Der Tod kam nicht völlig überraschend. In seinen letzten Lebensjahren hatte sich Kelley zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Star Trek Conventions besuchte er noch, solange seine Gesundheit es erlaubte — er genoss die Verbindung zu seinen Fans aufrichtig. Dann wurde es stiller um ihn.
Am 11. Juni 1999 — dem Tag, an dem heute jedes Jahr an ihn erinnert wird — starb er.
Wer war DeForest Kelley?
Jackson DeForest Kelley wurde am 20. Januar 1920 in Toccoa, Georgia geboren — als Sohn eines baptistischen Pfarrers. Er wuchs in der amerikanischen Südstaaten-Tradition auf: Kirche, Gemeinschaft, Bescheidenheit. Diese Bescheidenheit sollte ihn sein ganzes Leben begleiten — auch als er längst weltberühmt war.
Mit 17 Jahren besuchte er einen Onkel in Long Beach, Kalifornien. Er wollte zwei Wochen bleiben. Er blieb ein Jahr — und entschied danach: Er würde Schauspieler werden.
In Kalifornien wurde er von einem Paramount-Talentscout entdeckt, während er an einem Militärfilm für die US Navy mitwirkte. Ein Zufallsfund, der sein Leben veränderte.
Die frühe Karriere. Der Schurke aus dem Westen
Bevor DeForest Kelley „Pille“ McCoy wurde, war er vor allem eines: der Mann, den man am liebsten hasste.
In den 1940er und 1950er Jahren spielte er in zahlreichen Western — und zwar meist den Bösewicht. Seine Ausstrahlung, sein kantiges Gesicht, seine Intensität machten ihn zum idealen Antagonisten. Seriöse Western-Regisseure schätzten ihn. Fans fürchteten ihn.
Was interessant ist: Dieser selbe Mann würde später die warmherzigste, menschlichste Figur in der Geschichte der Science-Fiction verkörpern. Die Bandbreite war real.
Star Trek, Dr. McCoy und eine Trilogie für die Ewigkeit
1966 begann Star Trek im amerikanischen Fernsehen. DeForest Kelley übernahm die Rolle des Dr. Leonard „Bones“ McCoy — Bordarzt der USS Enterprise, moralischer Kompass der Crew und bester Freund von Captain Kirk und Mr. Spock.
Die Dynamik zwischen diesen drei Figuren war das Herz der Serie:
Kirk — der Entscheider, der Anführer, der Handelnde Spock — die Logik, die Vernunft, das Nicht-Menschliche McCoy — das Gefühl, das Gewissen, die Menschlichkeit
Ohne McCoy wäre Star Trek eine andere Serie gewesen. Er war derjenige, der fragte: Was ist richtig? Was ist menschlich? Was schulden wir einander?
Sein berühmtester Satz — „Ich bin doch Arzt und kein Zimmermann!“ — wurde zu einem der meistzitierten Filmzitate der Populärkultur. In unzähligen Variationen formuliert, spiegelte er jede Episode das Paradox seines Charakters: ein Mann, der heilen will, in einer Welt voller Gewalt und Gefahr.
Ähnlich wie Michael Pennington, der als Moff Jerjerrod im Star Wars Universum eine unsterbliche Nebenrolle hinterließ, prägte auch DeForest Kelley ein Sci-Fi-Franchise für immer — mit einer Intensität, die weit über seine Bildschirmzeit hinausging.
Die Kinofilme. Sechs Mal „Pille“ auf der großen Leinwand
Nach dem Ende der Serie 1969 war der Abschied von Dr. McCoy nicht endgültig. In sechs Star Trek Kinofilmen kehrte Kelley zurück:
Star Trek: Der Film (1979) Star Trek II: Der Zorn des Khan (1982) Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock (1984) Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart (1986) Star Trek V: Am Rande des Universums (1989) Star Trek VI: Das unentdeckte Land (1991)
Mit Star Trek VI verabschiedete er sich endgültig von der Figur — aber nicht von den Fans. Conventions besuchte er weiterhin, sprach offen über seine Zeit bei Star Trek, über seine Kollegen, über das Erbe der Serie.
Ein Cameo für die Ewigkeit
In der Pilotfolge von „Star Trek: The Next Generation“ (1987) hatte Kelley einen kurzen, aber bedeutsamen Cameo-Auftritt: als Admiral McCoy, hochbetagt und weise. Ein letzter Übergang — die alte Generation begrüßt die neue. Ein Moment, der Star Trek Fans bis heute bewegt.
Der bescheidenste Star in Hollywood
Was über DeForest Kelley immer wieder gesagt wurde — von Kollegen, von Fans, von jedem, der ihn kannte: Er war der netteste Mensch am Set. Keine Allüren, keine Forderungen, kein Ego.
William Shatner und Leonard Nimoy schrieben nach seinem Tod bewegende Worte. Beide betonten dieselbe Qualität: seine Aufrichtigkeit. Er spielte keine Rollen — er lebte sie.
Er war, wie sein Kollege Tom Kane, ein Künstler, der seinen Beruf mit dem ganzen Herzen ausübte — und dabei als Mensch genauso blieb wie auf der Bühne.
Das letzte Geschenk. Ins All
Im Januar 2024 — 25 Jahre nach seinem Tod — startete eine Rakete von Cape Canaveral mit Gedenkpaketen in den tiefen Weltraum. An Bord: Teile der sterblichen Überreste von Gene Roddenberry, Majel Barrett, DeForest Kelley, James Doohan und Nichelle Nichols. Rund 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernt sollen sie freigesetzt werden.
Pille McCoy fährt doch noch in die Sterne. So wie es immer sein sollte.
Fazit
Die DeForest Kelley Todesursache war Magenkrebs — er starb am 11. Juni 1999 in Woodland Hills, Kalifornien, mit 79 Jahren. Was bleibt: Dr. McCoy, sechs Kinofilme, ein Cameo für die Ewigkeit und das Bild eines Mannes, der trotz Weltruhm der bescheidenste Mensch am Set war.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Wann ist DeForest Kelley gestorben? Am 11. Juni 1999, mit 79 Jahren, in Woodland Hills, Kalifornien.
2. Was war die Todesursache von DeForest Kelley? Magenkrebs.
3. Welche Rolle machte ihn berühmt? Dr. Leonard „Bones“ McCoy in Star Trek (1966–1991).
4. Wie lange war DeForest Kelley verheiratet? 54 Jahre — seit 1945 mit Carolyn Dowling, bis zu seinem Tod.
5. In wie vielen Star Trek Kinofilmen war er zu sehen? In sechs Filmen, von 1979 bis 1991.
6. Was ist sein bekanntestes Zitat? „Ich bin doch Arzt und kein Zimmermann!“ — in zahllosen Variationen.
7. Was geschah nach seinem Tod mit seinen sterblichen Überresten? Teile davon wurden 2024 an Bord einer Rakete ins All geschossen.
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