Towje Kleiner Todesursache – Der „liebenswerte Chaot“ des deutschen Fernsehens stirbt mit 63 Jahren

Sein schwarzer Schnauzer war sein Markenzeichen, und die Rolle des liebenswerten Chaoten war seine Domaine. Towje Kleiner, Schauspieler und einer der prgendsten Koepfe des deutschen Fernsehens der 1970er und 1980er Jahre, starb in der Nacht zum 9. Januar 2012 ueberraschend in Muenchen. Er wurde 63 Jahre alt. Einzelheiten zur Todesursache wurden von seiner Familie nicht bekannt gegeben.

Towje Kleiner Todesursache – Was ist bekannt?

Towje Kleiner starb ueberraschend in der Nacht zum Montag, dem 9. Januar 2012, in Muenchen. Ein Sprecher bestaetiate den Tod, erklaerte jedoch, dass Einzelheiten zur Todesursache nicht vorlaegen. Die Familie sei mit Informationen sehr zurueckhaltend gewesen.

Bekannt ist, dass Kleiner sich bereits seit gut zehn Jahren weitgehend aus dem Film- und Fernsehgeschaeft zurueckgezogen hatte. Er lebte einen Teil des Jahres in Israel, den anderen Teil am Tegernsee. Sein Tod kam voellig ueberraschend – ohne oeffentlich bekannte Vorerkrankung.

Wer war Towje Kleiner?

Towje Kleiner wurde 1948 im DP-Lager Foehrenwald bei Muenchen geboren – als Sohn osteuropaeischer Schoa-Ueberlebender. Dieser Hintergrund praegte ihn tief und war untrennbar mit seiner Identitaet als Mensch und Kuenstler verbunden.

Seine Kindheit und Jugend verbrachte er auf mehreren Kontinenten: in Schweden, Kanada, England, Argentinien, Deutschland und Israel. Dieses kosmopolitische Aufwachsen hinterliess einen Menschen, der Grenzen – geografische wie gesellschaftliche – stets leicht ueberschritt.

Sein Buehnendebut gab er 1969 im Juedischen Theater Tel Aviv – ein Einstieg, der seine spaetere Schauspielkarriere in Deutschland praegen sollte.

Helmut Dietl und der Durchbruch

Der eigentliche Durchbruch kam durch eine der praegsamen Figuren des deutschen Fernsehens: Helmut Dietl, einer der bedeutendsten deutschen Serienregisseure seiner Zeit. Dietl erkannte in Kleiner jenes seltene Talent, das Witz und Menschlichkeit in einem Gesicht vereinte.

In „Muenchner Geschichten“ (BR, 1974) spielte Kleiner den Taxifahrer Achmed – Sidekick des von Guenter Maria Halmer gespielten „Tscharlie“. Die Serie, eine der wichtigsten deutschen Serien der 1970er Jahre, machte ihn einem breiten Publikum bekannt.

In „Der ganz normale Wahnsinn“ (1979), ebenfalls von Dietl inszeniert und produziert, uebernahm Kleiner neben Monika Schwarz die Hauptrolle und perfektionierte das, was Kritikerin Eva Elisabeth Fischer als das „Chaotentum“ beschrieb, das Kleiner wie kein anderer beherrschte.

Eine Karriere mit den Grossen des deutschen Kinos

Nach seinem Durchbruch mit Dietl arbeitete Towje Kleiner mit einer Reihe namhafter Regisseure:

Mit Reinhard Hauff in „Der Mann auf der Mauer“ (1982) – einem politisch aufgeladenen Film ueber die deutsch-deutsche Grenze, der beim Berliner Filmfestival mit dem Goldenen Baeren ausgezeichnet wurde.

Mit Peter F. Bringmann in der Fauser-Verfilmung „Der Schneemann“ (1984) – einem Kriminalfilm nach dem Roman von Joerg Fauser.

Kleiners Filmografie zeugt von einer Vielseitigkeit, die ihn weit ueber die Rolle des komischen Nebendarstellers hinaushob. Er war gleichermassen in Komoedie, Drama und politischem Kino zu Hause.

Die juedische Identitaet als kuenstlerisches Fundament

Was Towje Kleiner von vielen anderen Charakterdarstellern seiner Generation unterschied, war die unmittelbare Praesenz seiner juedischen Biografie in seiner Arbeit. Als Sohn von Schoa-Ueberlebenden, geboren in einem Displaced-Persons-Lager, trug er eine Geschichte mit sich, die sich in seiner Interpretation von Figuren niederschlug.

Er sprach in Interviews immer wieder darueber – reflektiert, ohne Bitterkeit, aber mit einem tiefen Bewusstsein fuer das, was seine Familie durchgemacht hatte. Diese Haltung machte ihn zu einem Menschen, dem das Schauspielen nicht nur Beruf, sondern auch Ausdruck war.

In Oesterreich war Kleiner zudem als Werbegesicht fuer einen Kekshersteller bekannt – eine skurrile Nebenkarriere, die zum Bild des liebenswert-chaotischen Kuenstlers passte, der er war.

Der Rueckzug und die letzten Jahre

In einem Interview mit der Sueddeutschen Zeitung aus dem Jahr 2008 sprach Towje Kleiner offen ueber sein Verhaeltnis zur eigenen Karriere und zum Leben. Noch einmal leben wolle er nicht: „Ich hoere immer, dass das Leben so schnell vorbei geht. Doch das geht gar nicht so schnell vorbei. Wenn man zurueckschaut, dann ist schon viel passiert, in meinem Leben ganz besonders.“

Seine letzte Rolle hatte er 2002 in der Serie „Schlosshotel Orth“. Danach zog er sich – bis auf gelegentliche Unterstuetzung junger Schauspieler in Israel – vollstaendig aus dem Showgeschaeft zurueck.

In seinen letzten Lebensjahren lebte er zwischen seinem Wohnort am Tegernsee und Israel – dem Land, mit dem er seit seinem Buehnenstart 1969 eng verbunden blieb.

Aehnlich wie Walter Schultheiss steht auch Towje Kleiner fuer eine Generation von deutschen Charakterdarstellern, die durch ihre unverwechselbare Persoenlichkeit ein Genre praegten und dann still und zurueckgezogen aus der Oeffentlichkeit verschwanden. Mehr zu seinem Leben findet sich auf Wikipedia.

Fazit

Die Towje Kleiner Todesursache wurde von seiner Familie nicht oeffentlich bekannt gegeben. Er starb ueberraschend in der Nacht zum 9. Januar 2012 in Muenchen, im Alter von 63 Jahren. Als Taxifahrer Achmed in „Muenchner Geschichten“ und als Hauptdarsteller in „Der ganz normale Wahnsinn“ bleibt er einer der praegendsten Charakterdarsteller des deutschen Fernsehens der 1970er und 1980er Jahre.

Haufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Wann ist Towje Kleiner gestorben? In der Nacht zum 9. Januar 2012, im Alter von 63 Jahren, in Muenchen.

2. Was war die Todesursache von Towje Kleiner? Eine offizielle Todesursache wurde von seiner Familie nicht bekannt gegeben. Sein Tod kam ueberraschend.

3. Womit wurde Towje Kleiner bekannt? Als Taxifahrer Achmed in Helmut Dietls „Muenchner Geschichten“ (1974) und als Hauptdarsteller in „Der ganz normale Wahnsinn“ (1979).

4. Wo wurde Towje Kleiner geboren? 1948 im DP-Lager Foehrenwald bei Muenchen, als Sohn osteuropaeischer Schoa-Ueberlebender.

Casper Ivor

Casper Ivor ist ein erfahrener Journalist und Autor mit über 8 Jahren Erfahrung in der deutschen Medienlandschaft. Er hat an mehreren renommierten deutschen Medienplattformen gearbeitet und sich auf Berichte über Prominente, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie aktuelle Ereignisse aus der deutschen Unterhaltungs- und Kulturbranche spezialisiert. Seine Artikel zeichnen sich durch sorgfältige Recherche, sachliche Aufbereitung und ein tiefes Verständnis für das Interesse des deutschsprachigen Publikums aus. Auf Gedankennest schreibt Casper Ivor regelmäßig über deutsche Stars, Schauspieler, Musiker und Sportler – immer mit dem Anspruch, komplexe Themen verständlich, fair und faktenbasiert darzustellen.