
Sie war eine Ausnahmekuenstlerin – Architektin, Keyboarderin, Songschreiberin und Saengerin zugleich. Mit dem Berliner Elektropop-Projekt Cosa Rosa schuf Rosa Precht gemeinsam mit ihrem Lebensgefaehrten Reinhold Heil in den fruehen 1980er Jahren Musik, die weit ueber ihre Zeit hinausweist. Am 31. Januar 1991 starb Rosa Precht im Alter von nur 38 Jahren an Magenkrebs. Zurueck blieben drei Alben, ein unvergesslicher Hit und die Erinnerung an eine Kuenstlerin, die zu wenig Zeit hatte.
Cosa Rosa Todesursache – Was ist bekannt?
Rosa Precht, bekannt als Cosa Rosa, starb am 31. Januar 1991 an den Folgen einer Magenkrebserkrankung. Ende der 1980er Jahre hatte die Presse erstmals darueber berichtet, dass es ihr gesundheitlich nicht gut gehe. Sie und ihr Lebensgefaehrte Reinhold Heil zogen sich daraufhin aus der Oeffentlichkeit zurueck. Die Krebserkrankung, gegen die sie kaempfte, konnte sie nicht besiegen. Heil war bis zu ihrem Tod an ihrer Seite. Sie wurde in einem Familiengrab in Benzen bei Walsrode in Niedersachsen beigesetzt.
Wer war Rosa Precht?
Rosemarie „Rosa“ Precht wurde am 3. Mai 1952 in Niedersachsen geboren, als Tochter eines Landwirts. 1973 zog sie nach Berlin, um Architektur zu studieren. Im Dezember desselben Jahres schloss sie ihr Studium als Diplom-Ingenieurin ab. Gleichzeitig entdeckte sie ihre grosse Leidenschaft: die Musik, besonders das Keyboard.
Neben ihrem Architektur-Job stieg sie als Keyboarderin bei der Frauenband Insisters ein, mit der sie 1981 die LP „Moderne Zeiten“ veroeffentlichte. Kurz nach Erscheinen der LP trennte sie sich von der Band, um ein Angebot von Ulla Meinecke anzunehmen, die eine neue Keyboarderin fuer ihre Tournee suchte.
Reinhold Heil und die Geburt von Cosa Rosa
Schon seit 1976 war Rosa Precht mit dem Musiker und Produzenten Reinhold Heil zusammen, der durch seine Arbeit mit der Nina Hagen Band und spaeter Spliff zu einer zentralen Figur der Berliner Musikszene geworden war. Als Heil 1982 von einer Spliff-Tournee zurueckkam und Rosa ihm einige selbst geschriebene Songs am Keyboard vorspielte, war er begeistert.
Das Ergebnis: Das Duo gruendete 1982 das Projekt Cosa Rosa – ein sogenanntes „Wohnzimmerprojekt“, das bewusst nur Synthesizer, Drumcomputer und Rhythmusmaschinen einsetzte. Der Name war Programm: „Cosa Rosa“ bedeutet auf Italienisch so viel wie „rosarote Sache“ – eine Anspielung auf Rosas Vornamen und eine zwoelf leichte, hell-ironische Haltung zur Musik.
Drei Alben, ein grosser Hit
Das Debut-Album „Traumstation“ erschien im Fruehjahr 1983 – kurz nachdem Rosa ihren Architekten-Job aufgegeben hatte. Die ausgekoppelte Single „Rosa auf Hawaii“ brachte dem Projekt erste Aufmerksamkeit. Kritiker lobten den Album als „poppigen Elektropop, der einen ueberzeugenden Ausstieg aus der depressiven Elektronik-Sackgasse aufzeigte.“
1985 folgte das zweite Album „Kein Zufall“ – und mit ihm der groesste Erfolg von Cosa Rosa: Die Single „Millionenmal“ erreichte Platz 10 der deutschen Single-Charts und lief im Radio monatelang rauf und runter. Das Album kletterte auf Platz 40 der LP-Charts. Erstmals wurde ein groesseres Publikum auf Rosa Precht aufmerksam.
1986 erschien das dritte und letzte Album „Cosa Rosa“, aus dem die Single „In meinen Armen“ ausgekoppelt wurde. Dieses Album war kommerziell weniger erfolgreich, was zum Verlust des Plattenvertrags fuehrte.
Das Ende der Karriere und die Krankheit
Nach dem Ende des Plattenvertrags zogen sich Precht und Heil zunehmend aus dem oeffentlichen Leben zurueck. Ende der 1980er Jahre wurde bekannt, dass Rosa schwer erkrankt war. Sie kaempfte gegen den Magenkrebs, ohne die Kraft fuer oeffentliche Auftritte zu haben.
Reinhold Heil blieb bis zu ihrem Tod ihr Lebensgefaehrte und Stuetze. Er erinnerte sich spaeter in einem Interview: Rosa habe ein zwiespaeltiges Verhaeltnis zum Scheinwerferlicht gehabt – als Solokuenstlerin hatte sie zu viel davon, als Teil einer Band war es genau richtig. Der Krebs raubte ihr die Moeglichkeit, dieses Gleichgewicht noch einmal zu finden.
Das Nachleben – Inka Bause und die Wiederentdeckung
Fast eineinhalb Jahrzehnte nach ihrem Tod erlebte Cosa Rosa eine unerwartete Wiederentdeckung: 2006 coverte Inka Bause den Song „Millionenmal“ und brachte ihn erneut in die deutschen Charts. Die Wiederentdeckung fuehrte dazu, dass Sony BMG im selben Jahr eine Compilation „Millionenmal“ veroeffentlichte, die Rosas Werk einem neuen Publikum zugaenglich machte.
Reinhold Heil, der inzwischen in Los Angeles lebt und als Filmkomponist arbeitet, gab anlasslich dieser Wiederveroeffentlichung ein ausfuehrliches Interview, in dem er ausfuehrlich ueber Rosa, ihre gemeinsame Arbeit und ihr Leben sprach – ein Zeugnis der tiefen Verbundenheit, die beide verband.
Aehnlich wie Chris Rea, dessen „Driving Home for Christmas“ erst Jahre nach seiner Entstehung zum Klassiker wurde, ist auch „Millionenmal“ von Cosa Rosa ein Song, der mit der Zeit nicht an Strahlkraft verlor, sondern gewann. Mehr zu Rosa Precht findet sich auf Wikipedia.
Fazit
Die Cosa Rosa Todesursache war Magenkrebs. Rosa Precht starb am 31. Januar 1991 im Alter von 38 Jahren in Niedersachsen, an der Seite ihres Lebensgefaehrten Reinhold Heil. Als Saengerin, Komponistin und Keyboarderin von Cosa Rosa hinterliess sie drei Alben und einen unvergesslichen Hit – „Millionenmal“ – der bis heute gespielt wird.
Haufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Wann ist Cosa Rosa gestorben? Rosa Precht starb am 31. Januar 1991, im Alter von 38 Jahren.
2. Was war die Todesursache von Cosa Rosa? Magenkrebs, gegen den sie Ende der 1980er Jahre erkrankte und den sie nicht besiegen konnte.
3. Womit wurde Cosa Rosa bekannt? Mit dem Elektropop-Projekt Cosa Rosa und dem Hit „Millionenmal“ (1985, Platz 10 der deutschen Charts), sowie den Alben „Traumstation“ (1983) und „Kein Zufall“ (1985).
4. Wer war Reinhold Heil? Reinhold Heil war Rosa Prechts Lebensgefaehrte seit 1976, Musikproduzent und Mitbegrunder von Cosa Rosa. Er war bis zu ihrem Tod an ihrer Seite und lebt heute als Filmkomponist in Los Angeles.