
Wenn in Berlin ein Song gespielt wird, der diese Stadt wie kaum ein anderer beschreibt, dann ist es „Dickes B“ von Seeed. Und die Stimme, die das Lied eroeffnet – jenes kreolische Intro, das jamaikanisches Lebensgefuehl direkt in die Berliner Reggae-Szene bringt – ist seine. Black Kappa, buergerlich Tevon Gutzmore, starb am 23. Januar 2024 im Alter von 46 Jahren in Berlin. Als Todesursache wird Herzversagen angegeben. Sein Tod war der zweite grosse Verlust, den die Berliner Reggae-Szene und Seeed innerhalb weniger Jahre verkraften mussten.
Black Kappa Todesursache – Was ist bekannt?
Black Kappa wurde am 23. Januar 2024 in Berlin tot aufgefunden. Das Management der Band Seeed bestaetiate den Tod gegenueber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Als Todesursache wurde laut dem Berliner Tagesspiegel Herzversagen angegeben. Offizielle Bestaetigung dieser Todesursache durch die Behoerden gab es nicht – das Management selbst machte keine Angaben zur genauen Ursache.
Die Nachricht verbreitete sich zunaechst ueber den Instagram-Account von Seeed: „Rest in Peace, Black Kappa! Du wirst immer Deinen Platz in unseren Herzen und der Seeed-Geschichte haben!“ – so das Abschiedsposting der Band, dazu ein Ausschnitt aus dem Musikvideo zu „Dickes B“.
Da ein Teil von Black Kappas Familie auf Jamaika lebt, starteten Freunde und Weggefaehrten eine GoFundMe-Kampagne, um die Beisetzung zu ermoeglichen. Am 19. Februar 2024 wurde er beigesetzt.
Wer war Black Kappa?
Tevon Gutzmore wurde in Saint Mary, Jamaika geboren. Als junger Mann fasste er 1997 in Berlin Fuss – zu einer Zeit, als die Hauptstadt noch dabei war, nach der Wiedervereinigung ihre neue Identitaet zu finden. In Berlin fand er eine lebhafte Reggae- und Dancehall-Szene, in der er sich rasch als Kuenstler etablierte.
Sein Spitzname „Black Kappa“ war seine Kuenstleridentitaet – ein Name, unter dem er in der Berliner Reggae-Szene bekannt wurde, lange bevor ihn ein Song einem Millionenpublikum vorstellte.
„Dickes B“ – Die Berliner Hymne
Im Jahr 2001 trat Gutzmore als Featured Artist auf dem Song „Dickes B“ der Berliner Band Seeed auf. Der vollstaendige Titel lautet „Dickes B (feat. Black Kappa)“ – ein Hinweis darauf, wie zentral seine Rolle war.
Das Lied, eine musikalische Hommage an Berlin, beginnt mit Black Kappas Stimme – einem kreolischen Intro, in dem er die Berliner Band in der Sprache seiner Heimat Jamaika ankuendigt. Im Laufe des Songs besingt er die Berliner Reggae-Szene und schwaermt von Clubs und DJs. Sein Gesicht war das erste im Musikvideo zu sehen.
„Dickes B“ war Seeed wichtigster Chart-Einstieg und wurde zur inoffiziellen Hymne Berlins. Black Kappas Beitrag dazu war unersetzlich: Er brachte eine Authentizitaet aus der Karibik mit, die dem Song eine ganz eigene Qualitaet gab.
Ein zweiter tragischer Verlust fuer Seeed
Black Kappas Tod war fuer Seeed und ihre Fans nicht der erste schwere Verlust dieser Art. Im Mai 2018 starb Demba Nabé, einer der Frontmaenner der Band, ebenfalls im Alter von 46 Jahren – eine erschuetternde Parallele, die in den Reaktionen auf Black Kappas Tod vielfach erwaehnt wurde.
Dass zwei enge Weggefaehrten derselben Band im selben Alter starben, traf die Berliner Musikszene tief. Beide hatten afrikanische und karibische Wurzeln, beide hatten die Berliner Musikszene der 1990er und 2000er Jahre massgeblich mitgepraegte.
Die musikalische Pause und das Comeback
Nach seinem grossen Moment mit „Dickes B“ zog sich Gutzmore fuer fast zehn Jahre aus dem oeffentlichen Musikgeschaeft zurueck. Erst 2017 meldete er sich mit einer neuen EP zurueck, 2022 folgte ein weiteres Soloprojekt. Ausserdem trat er regelmaessig im Yaam-Club in Berlin auf, dem Young African Arts Market, einem der wichtigsten Kulturorte Berlins fuer afrikanische und karibische Kuenstler.
Darueber hinaus war er auf dem Song „Made 2 Chill“ des Kuenstlers Dejavue zu hoeren – eine der wenigen Kollaborationen, die seine musikalische Praesenz ausserhalb der Seeed-Welt dokumentieren.
Aehnlich wie Zimbl, der als Frontmann von The Bates ebenfalls viel zu jung aus der Musikwelt gerissen wurde, hinterlaesst auch Black Kappa eine Luecke in der deutschen Musikgeschichte, die nicht zu schliessen ist.
Das Erbe
Black Kappas Vermaechtnis lebt vor allem in jenem einen Song weiter – „Dickes B“ bleibt eine der bekanntesten und meistgespielten Berliner Hymnen aller Zeiten. Wann immer das Lied gespielt wird, eroeffnet seine Stimme den Track. Das macht ihn unsterblich auf eine Art, die wenige Kuenstler fuer sich beanspruchen koennen. Mehr zu seiner Karriere findet sich auf Wikipedia.
Fazit
Die Black Kappa Todesursache war laut Berichten Herzversagen. Tevon Gutzmore starb am 23. Januar 2024 im Alter von 46 Jahren in Berlin. Als Stimme des Seeed-Hits „Dickes B“ und als praegender Kuenstler der Berliner Reggae-Szene bleibt Black Kappa unvergessen.
Haufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Wann ist Black Kappa gestorben? Am 23. Januar 2024, im Alter von 46 Jahren, in Berlin.
2. Was war die Todesursache von Black Kappa? Laut Berichten Herzversagen. Eine offizielle Bestaetigung der Todesursache durch die Behoerden wurde nicht veroeffentlicht.
3. Womit wurde Black Kappa bekannt? Als Featured Artist auf dem Seeed-Hit „Dickes B“ (2001), der zur inoffiziellen Berliner Hymne wurde, sowie als Reggae-Kuenstler in der Berliner Szene.
4. Wo wurde Black Kappa begraben? Er wurde am 19. Februar 2024 beigesetzt. Da ein Teil seiner Familie auf Jamaika lebt, wurde eine GoFundMe-Kampagne gestartet, um die Beerdigungskosten zu decken.