
Er war der Mann im Hintergrund, der im deutschen Tennis der 1990er Jahre jedoch alles andere als unsichtbar war. Axel Meyer-Woelden, Rechtsanwalt, Sportmanager und Begruender des Grand-Slam-Cups in Muenchen, starb am 18. August 1997 im Alter von 56 Jahren in Muenchen an Leberkrebs. Sein Tod traf vor allem einen tief: Boris Becker, der nach dem Ableben seines engsten Beraters und Freundes seine Teilnahme an den US Open absagte.
Axel Meyer-Woelden Todesursache – Was ist bekannt?
Axel Meyer-Woelden starb am Montag, dem 18. August 1997, in Muenchen an den Folgen einer Leberkrebserkrankung. Die Krankheit hatte sich ueber Jahre hingezogen und veraenderte ihn nach Aussagen seiner Tochter Alessandra Meyer-Woelden grundlegend. Er wollte, dass seine Familie ihn aus den guten Zeiten in Erinnerung behaelt – deshalb konnten sich seine Kinder nicht von ihm verabschieden. Tochter Alessandra, die damals 14 Jahre alt war, und ihr Bruder lebten auf Wunsch des Vaters in Florida in der Tennis-Academy von Nick Bollettieri. Die Mutter rief an und teilte mit, sie muessten nach Hause fliegen. Als sie in Schwarz gekleidet am Muenchner Flughafen auf sie wartete, wussten die Kinder, was geschehen war. „Den Todestag meines Vaters werde ich niemals vergessen“, erklaerte Alessandra Meyer-Woelden spaeter in einem Bild-Interview. „Damit hatte ich viele Jahre ein Problem.“
Wer war Axel Meyer-Woelden?
Axel Meyer-Woelden wurde am 2. Juni 1941 in Muenchen geboren. Er wuchs in Feldkirchen bei Muenchen auf, wo er bis 1951 die Volksschule besuchte. Nach dem Abitur am humanistischen Gymnasium in Windsbach studierte er Rechtswissenschaft und Betriebswirtschaftslehre in Muenchen und Wuerzburg. 1968 wurde er in Wuerzburg mit einer Arbeit ueber das Lebensmittelrecht promoviert.
Nach der Promotion liess er sich als Rechtsanwalt in Muenchen nieder. Seine ersten grossen Mandanten kamen aus der Kulturwelt: der Tenor Placido Domingo und spaeter der King of Pop Michael Jackson gehoerten zu seinen Klienten – eine Klientel, die seinen Ruf als versierter Anwalt fuer internationale Stars begrundete.
Der Grand-Slam-Cup – Sein groesstes Projekt
Das Turnier, das Meyer-Woeldens Namen in der Tenniswelt unsterblich machte, war der Grand-Slam-Cup in Muenchen, den er 1990 ins Leben rief. Das Turnier brachte die besten Grand-Slam-Spieler des Jahres nach Muenchen und lockte mit Preisgeldern, die der amerikanische Tennisstar John McEnroe oeffentlich als „obszoen“ bezeichnete.
Das Turnier katapultierte Meyer-Woelden aus der Anonymitaet des Rechteverwalters ins Rampenlicht. Er parlierte eigenmaechtig mit IOC-Chef Samaranch und gewann eine Schar von Wirtschaftsmanagern als Unterstuetzer. Der Grand-Slam-Cup wurde zu einem der lukrativsten Tennisevents der Welt und lief bis 1999.
Boris Becker – Der groesste Coup
Sein groesster Coup als Manager gelang Meyer-Woelden 1993: Er loeste Boris Becker von dessen bisherigem Manager Ion Tiriac und uebernahm selbst die Rolle des Beraters. Die Verbindung war zunaechst nicht selbstverstaendlich – Becker war zuvor einer der schaerfsten Kritiker des Grand-Slam-Cups gewesen. Die Beziehung entwickelte sich jedoch zur engsten professionellen und persoenlichen Partnerschaft beider Leben.
Meyer-Woelden beriet Becker nicht nur in sportlichen Belangen, sondern war auch in viele persoenliche Entscheidungen eingebunden. Becker beschrieb ihn nicht nur als Geschaeftspartner, sondern als Freund. Als Meyer Woelden starb, sagte Becker seine Teilnahme an den US Open 1997 ab – ein ungewoehnlicher Schritt, der zeigte, wie tief der Verlust ihn traf.
Neben Becker und Steffi Graf vertrat Meyer-Woelden weitere grosse Namen des Tennissports und der Unterhaltungsindustrie und gruendete die Internationale Sportrechte-Verwertungsgesellschaft (ISPR), die Sportrechte verwaltete und vermarktete.
Das private Leben und der Lawinenunfall
Privat war Axel Meyer-Woelden ein leidenschaftlicher Skifahrer. Bei einem Helikopter-Skiausflug in der Schweiz erlebte er einen beinahe toedlichen Lawinenunfall – er wurde unter einer Lawine verschuettet und entging nur knapp dem Tod. Der Vorfall pragte die Familie so tief, dass sie danach beschloss, nie wieder in der Schweiz Ski zu fahren. Tochter Alessandra berichtete spaeter in einem Podcast: „Er ist unter eine Lawine gekommen und ist fast gestorben.“ Ihre Eltern seien danach nachhaltig traumatisiert gewesen.
Axel Meyer-Woelden war mit seiner Frau verheiratet und hatte zwei Kinder, Alessandra und Axel junior. Alessandra Meyer-Woelden wurde spaeter durch ihre Ehe mit dem Comedian Oliver Pocher selbst zur oeffentlichen Figur.
Das Erbe
Axel Meyer-Woeldens Lebenswerk liegt in zwei Bereichen: dem Grand-Slam-Cup, der das Tennisleben in Muenchen fuer fast ein Jahrzehnt pragte, und seiner Rolle als Berater von Boris Becker in dessen erfolgreichsten Jahren. Seine ISPR beeinflusste die Vermarktung von Sportrechten in Deutschland nachhaltig. Aehnlich wie andere Hintergrundakteure des deutschen Sports bleibt sein Name vor allem denen in Erinnerung, die das Tennis der 1990er Jahre intensiv verfolgten. Mehr zu seinem Leben findet sich auf Wikipedia.
Fazit
Die Axel Meyer-Woelden Todesursache war Leberkrebs. Er starb am 18. August 1997 im Alter von 56 Jahren in Muenchen. Als Begruender des Grand-Slam-Cups, Berater von Boris Becker und Steffi Graf sowie als Gruender der ISPR bleibt er eine wichtige Figur der deutschen Sportgeschichte der 1990er Jahre.
Haufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Wann ist Axel Meyer-Woelden gestorben? Am 18. August 1997, im Alter von 56 Jahren, in Muenchen.
2. Was war die Todesursache von Axel Meyer-Woelden? Leberkrebs, gegen den er ueber mehrere Jahre kaempfte.
3. Womit wurde Axel Meyer-Woelden bekannt? Als Begruender des Grand-Slam-Cups in Muenchen, als Berater von Boris Becker und Steffi Graf sowie als Gruender der Internationalen Sportrechte-Verwertungsgesellschaft (ISPR).
4. Wer ist Alessandra Meyer-Woelden? Seine Tochter, die durch ihre Ehe mit dem Comedian Oliver Pocher selbst zur oeffentlichen Persoenlichkeit wurde.
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