Lisa Buckwitz: Olympiasiegerin & Pilotin

Wer ist Lisa Buckwitz?

Lisa Buckwitz ist eine der erfolgreichsten deutschen Bobsportlerinnen der Gegenwart. Geboren am 2. Dezember 1994 in Berlin-Hellersdorf, aufgewachsen in Schöneiche bei Berlin, hat sie sich von einer talentierten Leichtathletin zur Olympiasiegerin und Weltmeisterin entwickelt. Ihr Werdegang ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie athletische Vielseitigkeit, Ausdauer und die Bereitschaft zur Veränderung zu Höchstleistungen führen können.

Deutschland bringt regelmäßig außergewöhnliche Persönlichkeiten hervor, die auf der Weltbühne für Aufsehen sorgen. Ob im Sport oder in der Unterhaltung – der Erfolgswille ist eine typisch deutsche Tugend. Ein bekanntes Beispiel dafür ist auch Heidi Klum, die als Model und Moderatorin international Maßstäbe gesetzt hat.

Von der Leichtathletik zum Eiskanal

Lisa Buckwitz

Bevor Lisa Buckwitz den Bobschlitten bestieg, war sie als Siebenkämpferin aktiv. Die körperliche Stärke, Explosivität und Koordination, die eine Heptathletin benötigt, bildeten das ideale Fundament für den Wechsel in den Bobsport – eine Sportart, bei der explosive Startgeschwindigkeit und technisches Feingefühl entscheidend sind.

Ab der Saison 2014/2015 startete sie ihre internationale Karriere als Anschieberin und schloss sich dem SC Potsdam an. Unter der Leitung von Trainer Jörg Weber arbeitete sie konsequent an ihrer Starttechnik, Kraftentwicklung und Schlittenkontrolle. Diese solide Basis legte den Grundstein für alles, was folgen sollte.

Alle offiziellen Wettkampfergebnisse und Karrieredaten von Lisa Buckwitz sind beim IBSF-Athletenprofil auf ibsf.org einzusehen – dem offiziellen Weltverband für Bobsport und Skeleton.

Olympiagold 2018: Der unvergessliche Moment in Pyeongchang

Der 21. Februar 2018 markiert den bisher größten Erfolg in Lisa Buckwitz‘ Karriere. Gemeinsam mit Pilotin Mariama Jamanka gewann sie bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Goldmedaille im Zweierbob der Frauen. Das Duo, von den deutschen Medien liebevoll als „Berlin Bob“ bezeichnet – beide Athletinnen stammen aus Berlin – setzte sich gegen alle Erwartungen durch.

Besonders bemerkenswert: Als klarer Favorit galt zu diesem Zeitpunkt das andere deutsche Team mit Stephanie Schneider und Annika Drazek. Der Sieg von Jamanka und Buckwitz war eine echte Überraschung. Deutschland gewann alle drei Bobwettbewerbe dieser Spiele – eine historische Dominanz.

Für Schöneiche bei Berlin war es ein besonderer Moment: Lisa Buckwitz ist die erste Person aus dieser Gemeinde, die eine olympische Goldmedaille gewann. Die Stadt empfing sie nach ihrer Rückkehr mit einem Festakt im Rathaus.

Auszeichnungen und Ehrungen

Als direkte Folge ihres Olympiasieges wurde Lisa Buckwitz mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet – der höchsten Sportauszeichnung der Bundesrepublik Deutschland. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte die Ehrung am 7. Juni 2018 im Schloss Bellevue in Berlin.

Zusätzlich wurde sie zur Brandenburger Sportlerin des Jahres 2018 gewählt – eine regionale Anerkennung, die ihre Bedeutung für die Sportgemeinschaft der Region unterstreicht.

Staatliche Ehrungen wie das Silberne Lorbeerblatt zeigen, wie wichtig sportliche Leistungen für das nationale Ansehen Deutschlands sind. Ähnlich wie bekannte Figuren aus Medien und Kultur werden auch Spitzensportler als Botschafter des Landes wahrgenommen.

Der Weg zur Pilotin: Eine neue Herausforderung

Nach ihrem Olympiaerfolg als Anschieberin wagte Lisa Buckwitz einen mutigen Schritt: Ab der Saison 2019/20 wechselte sie in die Pilotrolle. Statt den Schlitten anzuschieben, steuert sie ihn nun selbst durch die Eiskanäle der Welt – eine technisch deutlich anspruchsvollere Aufgabe.

Dieser Übergang gelang ihr mit bemerkenswertem Erfolg:

  • WM-Silber 2023 in St. Moritz im Zweierbob
  • Weltmeisterin 2024 in Winterberg im Zweierbob – gemeinsam mit Anschieberin Vanessa Mark
  • Regelmäßige Podiumsplätze im IBSF-Weltcup
  • Olympia 2026 in Mailand/Cortina: zwei Silbermedaillen (Monobob und Zweierbob)

Mit dem WM-Titel 2024 schloss Buckwitz eine Lücke in ihrer Karriere: „Das ist mein erster Weltmeistertitel als Pilotin, und als Anschieberin habe ich ihn auch nie gewonnen. Eine Medaille, die in meiner Sammlung gefehlt hat“, sagte sie nach ihrem Sieg in Winterberg.

Sportlerin und Soldatin: Das Leben abseits der Eisbahn

Lisa Buckwitz führt kein gewöhnliches Athletenleben. Als Sportsoldatin der Bundeswehr kann sie ihre intensive Trainingsroutine und internationalen Wettkampfreisen mit einer geregelten beruflichen Struktur verbinden. Diese Förderung durch die Bundeswehr ermöglicht es ihr, sich vollständig auf den Hochleistungssport zu konzentrieren.

Darüber hinaus ist sie seit November 2024 aktiv auf der Plattform OnlyFans tätig – nicht zur Unterhaltung, sondern als strategische Finanzierungsquelle. In einem Interview mit der Bild-Zeitung erklärte sie offen, dass eine Bobbahn-Saison leicht über 50.000 Euro kosten kann. Ausrüstung, Trainingslager, Reisen und Anschieber-Prämien summieren sich erheblich. Die Zusammenarbeit mit der Plattform ermöglicht ihr, ihr Team eigenständig zu finanzieren – eine Entscheidung, die sie als pragmatisch und notwendig beschreibt.

Bekannte Persönlichkeiten gehen in Deutschland zunehmend unkonventionelle Wege, um ihre Karriere selbst in die Hand zu nehmen. Auch TV-Moderatoren und Medienpersönlichkeiten – wie die bekannte Moderatorin Julia Leischik, die für ihre emotionalen Sendungen bekannt ist – zeigen, wie wichtig Eigeninitiative im deutschen Medienbetrieb geworden ist.

Lisa Buckwitz bei den Olympischen Spielen 2026

Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo bewies Lisa Buckwitz erneut ihre Weltklasse-Form. Sie holte zwei Silbermedaillen – sowohl im Monobob als auch im Zweierbob. Damit gehört sie zu den aktivsten und konstantesten deutschen Athletinnen im Wintersport ihrer Generation.

Die Winterspiele 2026 waren generell ein Highlight für den deutschen Sport. Millionen Deutsche verfolgten die Wettkämpfe mit großer Begeisterung, was einmal mehr die besondere Stellung des Wintersports in der deutschen Sportkultur unterstreicht.

Persönliches: Verwurzelt in Schöneiche

Trotz internationaler Erfolge ist Lisa Buckwitz ihrer Heimat treu geblieben. Sie lebt in Schöneiche bei Berlin, einem Ort im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg, direkt an der östlichen Stadtgrenze Berlins. Hier sind auch ihre Eltern zu Hause, und hier feierte die Gemeinde ihren Olympiasieg mit einem besonderen Empfang.

Diese Bodenhaftung unterscheidet Buckwitz von vielen anderen Spitzensportlern. Während manche Prominente nach ihrem Durchbruch in internationale Metropolen ziehen – wie etwa Heidi Klum, die Deutschland früh in Richtung USA verließ – bleibt Lisa Buckwitz bewusst in Brandenburg verwurzelt.

Karriere auf einen Blick

JahrErfolg
2018Olympische Goldmedaille (Zweierbob, Pyeongchang)
2018Silbernes Lorbeerblatt
2018Brandenburger Sportlerin des Jahres
2023WM-Silber (Zweierbob, St. Moritz)
2024Weltmeisterin (Zweierbob, Winterberg)
20262× Olympia-Silber (Monobob & Zweierbob, Milano Cortina)

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Wann und wo wurde Lisa Buckwitz geboren?

Lisa Buckwitz wurde am 2. Dezember 1994 in Berlin-Hellersdorf geboren. Sie wuchs in Schöneiche bei Berlin auf, wo sie noch heute lebt.

Wie hat Lisa Buckwitz mit dem Bobsport angefangen?

Ursprünglich war sie Siebenkämpferin in der Leichtathletik. Der Wechsel zum Bobsport erfolgte um 2013/2014, da ihre athletischen Fähigkeiten – insbesondere Schnellkraft und Explosivität – ideal für die Anforderungen des Bobsports geeignet waren.

Was hat Lisa Buckwitz bei den Olympischen Spielen 2018 gewonnen?

Sie gewann gemeinsam mit Pilotin Mariama Jamanka die Goldmedaille im Zweierbob der Frauen bei den Winterspielen in Pyeongchang, Südkorea.

Was bedeutet der Begriff „Berlin Bob“?

„Berlin Bob“ war der Spitzname des Duos Jamanka/Buckwitz, da beide Athletinnen aus Berlin stammen. Der Name wurde vor allem während der Olympischen Spiele 2018 in den Medien populär.

Was macht Lisa Buckwitz beruflich neben dem Sport?

Sie ist Sportsoldatin der Bundeswehr, was ihr ermöglicht, Sportalltag und berufliche Verpflichtungen zu vereinen. Zudem nutzt sie seit 2024 OnlyFans als Finanzierungsquelle für ihre Karriere im Bobsport.

Hat Lisa Buckwitz auch als Pilotin Erfolge gefeiert?

Ja. Nach ihrem Wechsel zur Pilotin ab 2019/20 gewann sie 2024 in Winterberg ihren ersten Weltmeistertitel im Zweierbob und holte bei den Olympischen Spielen 2026 zwei Silbermedaillen.

Welche staatliche Auszeichnung hat Lisa Buckwitz erhalten?

Nach ihrem Olympiasieg 2018 wurde ihr das Silberne Lorbeerblatt verliehen – Deutschlands höchste staatliche Sportauszeichnung, überreicht durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Fazit: Eine Karriere voller Mut und Wandel

Lisa Buckwitz verkörpert eine moderne Sportlerin, die nicht nur auf der Eisbahn Höchstleistungen bringt, sondern auch abseits davon eigene Wege geht. Von der Heptathletin zur Olympiasiegerin, von der Anschieberin zur Pilotin, von der Athletin zur Unternehmerin – ihr Weg ist geprägt von Entschlossenheit, Anpassungsfähigkeit und dem Willen, immer weiterzuwachsen. Mit zwei Olympia-Silbermedaillen bei den Spielen 2026 hat sie bewiesen: Lisa Buckwitz ist noch lange nicht am Ende ihrer außergewöhnlichen Geschichte.

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