
Er schuf einen der groessten Hard-Trance-Hits aller Zeiten und war in den 1990er Jahren auf fast jeder Loveparade dabei. Commander Tom, buergerlich Thomas Weyer, war eine der praegendsten Figuren der deutschen Techno- und Trance-Szene. Am 9. Juni 2022 starb er im Alter von 59 Jahren in der Naehe seines Geburtsorts Kehl, auf der franzoesischen Seite der Grenze bei Strassburg. Eine Todesursache wurde nicht bekannt gegeben.
Commander Tom Todesursache – Was ist bekannt?
Commander Tom starb am 9. Juni 2022 in der Naehe von Strassburg, Frankreich. Sein fruehereres Label UCM.ONE und Noom Records bestaetaigten den Tod und erklaerten, er sei im Alter von 59 Jahren in der Naehe seines Geburtsorts Kehl verstorben. Eine konkrete Todesursache wurde weder vom Label noch von seiner Familie oeffentlich bekannt gegeben. Auch die Szene-Plattform Technoszene.com schrieb schlicht: „Eine Ursache fuer seinen Tod ist uns unbekannt.“
Bekannt ist, dass Commander Tom in den letzten Jahren vor seinem Tod weitgehend aus der Oeffentlichkeit verschwunden war. Zuletzt soll er im franzoesischen Strassburg gelebt haben, nahe seiner Heimatstadt Kehl. Wie er seine letzten Jahre verbrachte, ist kaum dokumentiert.
Wer war Commander Tom?
Thomas Weyer wurde am 29. August 1962 in Kehl, Baden-Wuerttemberg geboren. Seine DJ-Karriere begann Mitte der 1980er Jahre – zunaechst in der Diskothek Trianon in Oetigheim bei Rastatt, wo er seinen Kuenstlernamen erhielt: Der Besitzer des Clubs, ein Herr Koelmel Senior, nannte ihn den „Commander an Bord seiner Diskothek“ – und der Name blieb.
Danach wechselte er in die Drops SuperDisco in seinem Geburtsort Kehl – eine der groessten Diskotheken Deutschlands mit einer Kapazitaet von 2.500 Gaesten, die damals vom unverunglückten Rennfahrer Roland Kopf vom Rollstuhl aus betrieben wurde. In den 1990er Jahren arbeitete er als Resident im Rheinpark in Germersheim.
Seinen ersten Release veroeffentlichte er bereits 1987: Die Single „The Rap Goes On“ – eine Oldschool-Hip-Hop-Hommage, auf der er selbst rappte. In dieser Fruehphase spielte er als DJ noch Dance und Hip Hop, bevor ihn die aufkeimende Techno-Bewegung anzog.
Noom Records und der „Hoover-Sound“
1993 uebernahm Weyer das A&R-Department des Labels Noom Records – einem deutschen Techno-, Trance- und Acid-Musiklabel, das gemeinsam mit dem heutigen UCM.ONE-Geschaeftsfuehrer Joachim Keil aufgebaut wurde. Das Label gehoerte in seiner Hochzeit zu den angesagtesten Techno-Brands weltweit.
Was die Englaender dem Sound des Labels gaben, war sogar ein eigener Name: „Hoover-Sound“ – benannt nach dem charakteristischen, an einen Staubsauger erinnernden Synthesizer-Sound, der das Markenzeichen von Noom Records und Commander Tom wurde.
„Are Am Eye?“ – Der unsterbliche Hard-Trance-Klassiker
1995 erschien die Single, die Commander Toms Namen unsterblich machte: „Are Am Eye?„ auf Noom Records, produziert gemeinsam mit Ray Boyé. Der Track gilt als einer der grossen Hard-Trance-Hits aller Zeiten und als Hoehepunkt des Hoover-Sounds.
Was den Song besonders macht: Er ist bis heute lebendig. Mittlerweile zaehlt Discogs 46 verschiedene Versionen und Remixes – fast jedes Jahr erscheinen neue Interpretationen. Zuletzt gabes 2016 eine Remix-Neuauflage mit Interpretationen von Yves Deruyter, Silent Breed, Rob Strobe und anderen.
Commander Tom war in dieser Zeit auf fast allen Loveparades in Berlin und bei grossen Techno-Events wie dem Energy (1992 bis 1996) als DJ aktiv. Zu seinen Stammlocations als Resident-DJ gehoerten das OZ in Stuttgart (heute Mica), das Nexus 6 in Schorndorf und das Rheinpark in Germersheim.
Zahlreiche Pseudonyme und Kollaborationen
Was die Diskografie von Commander Tom komplex macht, ist die schiere Zahl seiner Pseudonyme und Kooperationen. Unter verschiedenen Namen veroeffentlichte Weyer etliche Platten:
Als A:T:A, Chef New Yorker, Phantom, The Q, The Sega Project, Tom De Luxe und Waterhouse erschienen Solo-Releases. Mit Andy Faisst war er The Freaquez, Traumatix, Toronto und Ushuire. Mit Ray Boyé produzierte er nicht nur „Are Am Eye?“, sondern auch die Projekte Mandela und Nexus 6.
Mit Gregor Dietz und Ray Boyé entstand bei Sony „Der Tanzbefehl“.
„Attention!“ – Der Mainstream-Durchbruch
2004 gelang Commander Tom nochmals ein grosser Charterfolg: Die Single „Attention!“, die von Ministry of Sound lizenziert wurde und Platz 1 der deutschen Dance-Charts erreichte. In Grossbritannien kletterte der Track auf Platz 23 der Single-Charts.
2006 erschien mit „I Can’t Sleep!“ eine weitere Single. Danach verlieren sich die Spuren von Commander Tom in der oeffentlichen Wahrnehmung endgueltig.
Reaktionen auf seinen Tod
Noom Records und UCM.ONE erklaerten in ihrem Nachruf: „Thomas Weyer begann Mitte der 80er Jahre mit dem Deejaying. Seine von ihm als Resident-DJ beschallten Clubnaechte in Locations wie dem Rheinpark in Germersheim, dem OZ in Stuttgart oder dem Nexus 6 in Schorndorf sind noch heute legendaer.“ Joachim Keil, UCM.ONE-Geschaeftsfuehrer, zeigte sich bestuerzt.
Aehnlich wie Zimbl steht auch Commander Tom fuer einen Kuenstler, der den deutschen Club-Sound einer Aera entscheidend praegte und dann still aus dem Rampenlicht verschwand – bevor der Tod die Luecke sichtbar machte, die er hinterliess.
Das Erbe
Commander Toms Vermaechtnis lebt in „Are Am Eye?“ weiter – einem Track, der nach fast drei Jahrzehnten noch immer auf Trance-Floors gespielt wird und immer neue Remixes inspiriert. Als praegender DJ der deutschen Loveparade-Aera und als Mitaufbauer von Noom Records bleibt er ein wichtiger Teil der deutschen Techno- und Trance-Geschichte der 1990er Jahre. Mehr zu seiner Karriere findet sich auf Wikipedia.
Fazit
Die Commander Tom Todesursache wurde nie oeffentlich bekanntgegeben. Thomas Weyer starb am 9. Juni 2022 im Alter von 59 Jahren in der Naehe von Strassburg. Als Schoefer von „Are Am Eye?“ und „Attention!“, als Mitaufbauer von Noom Records und als praegender DJ der deutschen Techno- und Trance-Szene der 1990er Jahre bleibt Commander Tom unvergessen.
Haufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Wann ist Commander Tom gestorben? Am 9. Juni 2022, im Alter von 59 Jahren, in der Naehe von Strassburg, Frankreich.
2. Was war die Todesursache von Commander Tom? Eine offizielle Todesursache wurde nicht bekannt gegeben.
3. Womit wurde Commander Tom bekannt? Vor allem durch den Hard-Trance-Klassiker „Are Am Eye?“ (1995) und die Single „Attention!“ (2004), sowie als praegender DJ der deutschen Loveparade-Aera und Mitaufbauer von Noom Records.
4. Was bedeutet „Hoover-Sound“? Ein von britischen Fans gepraeggter Begriff fuer den charakteristischen Synthesizer-Sound von Noom Records und Commander Tom – benannt nach dem staubsaugeraehnlichen Klang des verwendeten Synthesizers.