
Sie war eine der elegantesten Erscheinungen des europäischen Kinos der 1960er Jahre, an der Seite von Größen wie Peter Sellers, David Niven und William Holden. Capucine prägte Filme wie „Der rosarote Panther“ und „What’s New, Pussycat?“. Am 17. März 1990 starb die französische Schauspielerin und einstige Top-Model im Alter von 62 Jahren in Lausanne, Schweiz.
Ihr Tod war das Ende eines Lebens, das von glanzvollen Erfolgen, aber auch von einem jahrzehntelangen Kampf mit psychischer Erkrankung geprägt war.
Capucine Todesursache. Was ist bekannt?
Capucine starb am 17. März 1990 in Lausanne durch einen Sturz aus dem Fenster ihres Penthouse-Apartments im achten Stockwerk. Die Polizei stufte ihren Tod als Suizid ein. Wie eine Freundin gegenüber der Lausanner Zeitung „Le Matin“ damals berichtete, hatte Capucine zuvor unter tiefer Depression gelitten.
Capucine litt den Großteil ihres Lebens an einer bipolaren Störung (manisch-depressive Erkrankung) und hatte bereits zuvor mehrfach Suizidversuche unternommen, bei denen ihr Leben gerettet werden konnte. unter anderem durch ihre langjährige Freundin Audrey Hepburn, die zur damaligen Zeit ebenfalls in der Schweiz lebte.
Hinweis: Falls Sie selbst von depressiven Gedanken oder Suizidgedanken betroffen sind, finden Sie bei der Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 kostenlose und anonyme Unterstützung. Tag und Nacht.
Wer war Capucine?
Capucine, mit bürgerlichem Namen Germaine Hélène Irène Lefebvre, wurde am 6. Januar 1928 in Saint-Raphaël, Frankreich, in eine Familie der Mittelschicht geboren. Ihr Künstlername leitet sich von der Kapuzinerkresse beziehungsweise dem Kapuzinerorden ab. ein Name, der zu ihrer eleganten, fast aristokratischen Erscheinung passte.
Bereits mit 15 Jahren begann sie ihre Karriere als Mannequin in Paris und arbeitete für renommierte Modehäuser wie Dior und Givenchy. Über diese Arbeit lernte sie auch Audrey Hepburn kennen, eine Freundschaft, die ihr Leben lang Bestand haben sollte.
Vom Modeln zum Film
Ihr Filmdebüt gab Capucine 1949 in „Rendez-vous de Juillet“ unter der Regie von Jacques Becker, sie war damals 21 Jahre alt. Der internationale Durchbruch ließ jedoch noch ein Jahrzehnt auf sich warten.
1957 wurde sie vom Produzenten Charles K. Feldman entdeckt, während sie als Model für Givenchy in Paris arbeitete. Feldman holte sie nach Hollywood und ließ sie bei Gregory Ratoff Schauspiel studieren. 1958 stand sie bei Columbia Pictures unter Vertrag.
1960 erhielt sie mit „Song Without End“ (deutscher Titel: „Nur wenige sind auserwählt“), der Biografie über den Komponisten Franz Liszt, ihre erste Hauptrolle, als Prinzessin Caroline.
Der internationale Durchbruch
In den frühen bis mittleren 1960er Jahren drehte Capucine sechs weitere große Filme, darunter „The Lion“ (1962) und „The 7th Dawn“ (1964) beide mit William Holden, mit dem sie zudem eine zweijährige Affäre verband.
1963 folgte ihre wohl berühmteste Rolle: Als Lady Simone Litton spielte sie in „Der rosarote Panther“ an der Seite von Peter Sellers und David Niven, ein Film, der zum Klassiker der Filmgeschichte wurde. Capucine kehrte später für die Fortsetzung „Der rosarote Panther wird gejagt“ (1982) in die Rolle zurück.
1965 spielte sie in „What’s New, Pussycat?“ mit Peter Sellers und Woody Allen, einer Komödie, die ebenfalls zu ihren bekanntesten Arbeiten zählt.
Leben in der Schweiz und späte Karriere
1962 zog Capucine von Hollywood in ein Penthouse-Apartment in Lausanne, Schweiz, jene Wohnung, in der sie 28 Jahre später ihr Leben beenden sollte. Von dort aus drehte sie weiterhin Filme, vorwiegend in Europa.
In den 1970er und 1980er Jahren war sie unter anderem in Fernsehproduktionen wie „Mord ist ihr Hobby“ (1985) und „Hart aber herzlich“ (1982) zu sehen. 1969 spielte sie zudem eine lesbische Rolle in „Las Cruellas“ für die damalige Zeit eine ungewöhnliche Besetzung. Wie auch bei Regina Poly zeigt sich bei Capucine, dass ein Leben voller beruflicher Erfolge nicht immer ein Spiegelbild des privaten Wohlbefindens ist.
Ein Leben mit bipolarer Störung
Capucines beruflicher Glanz stand in scharfem Kontrast zu ihrem privaten Kampf. Sie litt den Großteil ihres Lebens an einer bipolaren Störung, begleitet von Episoden tiefer Depression. Tabletten und Alkohol wurden zu ständigen Begleitern.
Ihre enge Freundschaft mit Audrey Hepburn, beide lebten zeitweise in der Schweiz, erwies sich dabei als entscheidend: Hepburn soll Capucine bei früheren Suizidversuchen mehrfach das Leben gerettet haben.
Das Erbe
Capucine bleibt vor allem durch ihre Rolle in „Der rosarote Panther“ unvergessen, einem der erfolgreichsten Komödienfranchises der Filmgeschichte. Ihre Karriere als Model und Schauspielerin machte sie zu einer Stilikone der 1960er Jahre, deren klassische, fast skulpturale Erscheinung bis heute mit dem europäischen Glamour jener Ära assoziiert wird. Eine ausführliche Filmografie findet sich auf Wikipedia.
Fazit
Die Capucine Todesursache war ein Suizid: Sie starb am 17. März 1990 durch einen Sturz aus dem Fenster ihres Penthouse-Apartments in Lausanne, im Alter von 62 Jahren, nach einem langen Kampf mit bipolarer Störung und Depression. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Rolle in „Der rosarote Panther“ sowie als Model für Dior und Givenchy.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Wann ist Capucine gestorben? Am 17. März 1990, im Alter von 62 Jahren, in Lausanne, Schweiz.
2. Was war die Todesursache von Capucine? Die Polizei stufte ihren Tod als Suizid ein, sie starb durch einen Sturz aus dem Fenster ihres Penthouse-Apartments im achten Stockwerk. Sie litt zuvor lange an einer bipolaren Störung.
3. Womit wurde Capucine bekannt? Vor allem durch ihre Rolle als Lady Simone Litton in „Der rosarote Panther“ (1963) sowie als Model für Dior und Givenchy.
4. War Capucine mit Audrey Hepburn befreundet? Ja, die beiden lernten sich beim Modeln in Paris kennen und blieben lebenslang enge Freundinnen.
Hinweis: Dieser Artikel behandelt das Thema Suizid im Kontext einer historischen Biografie. Wenn Sie selbst betroffen sind oder sich Sorgen um eine Person in Ihrem Umfeld machen, wenden Sie sich an die Telefonseelsorge (0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222) kostenlos, anonym und rund um die Uhr erreichbar.