Horst Krause Todesursache – Polizeiruf-Legende stirbt mit 83 Jahren in Teltow

Es gibt Schauspielerfiguren, die so tief ins kollektive Gedaechtnis eingehen, dass der echte Name und die Rolle verschmelzen. Horst Krause war so ein Fall – als Polizeihauptmeister Horst Krause im „Polizeiruf 110“ trug er denselben Namen wie er selbst und wirkte damit, als waere er der Dorfpolizist, den er spielte. Am 5. September 2025 starb der Schauspieler im Alter von 83 Jahren in einem Seniorenheim in Teltow bei Potsdam. Laut Bild-Zeitung kaempfte er zuletzt mit verschiedenen Krankheiten. Am Ende, so ein Bericht, sei es schlicht das hohe Alter gewesen.

Horst Krause Todesursache – Was ist bekannt?

Horst Krause starb am Freitag, dem 5. September 2025, in einem Seniorenheim in Teltow im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Seine Familie bestaetiate den Tod gegenueber dem RBB. Eine genaue medizinische Todesursache wurde nicht oeffentlich bekannt gegeben.

Nach Informationen der Bild-Zeitung hatte Krause in den letzten Jahren mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen zu kaempfen. Er hatte sich bereits seit einiger Zeit aus der Oeffentlichkeit zurueckgezogen und lebte zunehmend zurueckgezogen. Am Ende sei es schlicht das hohe Alter gewesen, das ihn uebermannt habe.

Wer war Horst Krause?

Horst Krause wurde am 18. Dezember 1941 im westpreussischen Boenhof, heute Benowo in Polen, als juengstes von fuenf Kindern geboren. 1947 wurde die Familie nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nach Ludwigsfelde bei Berlin ausgewiesen.

Als junger Mann arbeitete Krause zunaechst als Maschinenschlosser in den Brandenburger Traktorenwerken – ein bodenstaendiger Berufsstart, der seinen spaeter so authentischen Figuren eine echte Substanz verlieh. Mit 23 Jahren entschied er sich fuer die Schauspielerei und begann eine Ausbildung an der Ernst-Busch-Hochschule fuer Schauspielkunst in Berlin, die er 1967 abschloss.

Buehnenjahre in der DDR

Von 1969 an war Krause als Buehnenactor am Schauspielhaus Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) taetig, von 1984 bis 1994 am Staatsschauspiel Dresden – eine lange Buehnenlaufbahn in der DDR, die ihn als Handwerker der Schauspielerei praegte. In dieser Zeit erwarb er ein breites Repertoire von klassischen und zeitgenoessischen Rollen, das ihn fuer die Vielseitigkeit seiner spaeter so charakteristischen Fernsehrollen rueste.

„Wir koennen auch anders…“ – Der Filmpreis

Die Wende und die Wiedervereinigung oeffneten Krause neue Tueren. 1993 spielte er in Detlev Bucks Kultkomoedie „Wir koennen auch anders…“ den verschrobenen Moritz „Most“ Kipp – eine Rolle, die ihm den Deutschen Filmpreis als bester Hauptdarsteller einbrachte. Der Film, eine anarchische Roadmovie-Komoedie, wurde zum Kultfilm der fruehen Nachwendezeit.

Dieser Preis war ein Signal: Hier war ein Schauspieler aus dem DDR-Theaterbetrieb, der im gesamtdeutschen Kino sofort Fuss fasste.

Polizeihauptmeister Krause – Die Paraderolle

1998 begann das Kapitel, das Horst Krauses Namen unsterblich machte: Er uebernahm die Rolle des Polizeihauptmeisters Horst Krause im brandenburgischen „Polizeiruf 110“ – ein bodenstaendiger, lakonischer Dorfpolizist aus Frankfurt/Oder, dessen Humor und Herzlichkeit ihn sofort zum Publikumsliebling machten.

Was die Rolle besonders machte: Schauspieler und Figur trugen denselben Namen. Das verlieh Krause eine Authentizitaet, die kaum zu spielen war – sie war einfach da. Bis 2015 ermittelte er im Polizeiruf, an der Seite wechselnder Partnerinnen:

Zuerst mit Jutta Hoffmann, dann mit Imogen Kogge, zuletzt mit Maria Simon – drei sehr unterschiedliche Konstellationen, die alle funktionieren, weil Krauses Figur immer der Anker war.

Der Erfolg der Polizeiruf-Auftritte fuehrte ab 2007 zu einer eigenen ARD-Spielfilm-Reihe: „Polizeihauptmeister Krause“, in der das Privatleben des Dorfpolizisten und seiner Schwestern im Mittelpunkt stand. Die Reihe umfasste insgesamt neun Teile und lief bis 2022.

„Schultze Gets the Blues“ – Der internationale Triumph

Parallel zur Polizeiruf-Erfolgsgeschichte gelang Horst Krause 2003 ein ganz anderer Triumph: In „Schultze Gets the Blues“ von Regisseur Michael Schorr spielte er den Hauptprotagonisten Schultze – einen pensionierten Bergmann aus Sachsen-Anhalt, der auf seine alten Tage die Cajun-Musik der amerikanischen Suedstaaten entdeckt und aufbricht, sie in ihrer Heimat zu erleben.

Der Film gewann auf dem Stockholm International Film Festival den Preis fuer den besten Schauspieler – eine internationale Anerkennung, die zeigte, dass Krauses Talent weit ueber deutsche Fernsehproduktionen hinausreichte.

Mehr als 120 Produktionen

Ueber seine gesamte Karriere wirkte Horst Krause in mehr als 120 Film- und Fernsehproduktionen mit, darunter „Tatort“, „Grossstadtrevier“, „Balko“, „Die Wache“ und „Fuer alle Faelle Stefanie“. Eine seiner letzten groesseren Rollen war der Berliner Rentner Paul Krueger in der ARD-Reihe „Krueger“.

2012 wurde ihm der Verdienstorden des Landes Brandenburg verliehen – eine der hoechsten Auszeichnungen des Bundeslandes, die seinen Beitrag zur brandenburgischen Kulturlandschaft wuerdigte.

Reaktionen auf seinen Tod

Schauspielkollege Roman Knizka verabschiedete sich auf Instagram mit bewegenden Worten: „Hotte, du warst ein Mensch, wie es ihn nur einmal geben kann. Du warst ein Asket, wenn du wolltest, ein Berserker, wenn du musstest. Ein Schauspieler des Volkes, der Buehne, der Herzen. Ein Mentor, ein Geniesser, einer, der forderte und einer, der erfuellte. Kraftvoll am Filmset und leise zu Hause. Krause, du hast es geschafft, dass man eine komplette Filmreihe nach dir benannte.“

RBB und ARD gedachten ihrer langjahrigen Weggefaehrten mit Sonderprogrammen. In sozialen Netzwerken erinnerten Tausende Fans an die Figur des Polizeihauptmeisters Krause als jemanden, den sie als Teil ihres eigenen Lebens empfunden hatten.

Aehnlich wie Walter Schultheiss verkoerperte auch Horst Krause jene Generation von deutschen Charakterdarstellern, die durch ihre unverwechselbare Persoenlichkeit ein bestimmtes Lebensgefuehl auf die Leinwand brachten.

Fazit

Die genaue Horst Krause Todesursache wurde nicht oeffentlich gemacht. Er starb am 5. September 2025 im Alter von 83 Jahren in einem Seniorenheim in Teltow. Als Polizeihauptmeister Krause im „Polizeiruf 110“, als Filmpreistraeger fuer „Wir koennen auch anders…“ und als Hauptdarsteller von „Schultze Gets the Blues“ bleibt er eine der praegenden Figuren des deutschen Schauspiels. Mehr zu seinem Leben findet sich auf Wikipedia.

Haufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Wann ist Horst Krause gestorben? Am 5. September 2025, im Alter von 83 Jahren, in einem Seniorenheim in Teltow bei Potsdam.

2. Was war die Todesursache von Horst Krause? Eine konkrete Todesursache wurde nicht oeffentlich bekannt gegeben. Laut Berichten kaempfte er zuletzt mit verschiedenen Krankheiten und starb letztlich an den Folgen seines hohen Alters.

3. Womit wurde Horst Krause bekannt? Als Polizeihauptmeister Krause im „Polizeiruf 110“ (1998-2015) und der gleichnamigen ARD-Spielfilmreihe (2007-2022), sowie durch den Deutschen Filmpreis fuer „Wir koennen auch anders…“ (1993) und die Hauptrolle in „Schultze Gets the Blues“ (2003).

4. Welche Auszeichnungen erhielt Horst Krause? Den Deutschen Filmpreis als bester Hauptdarsteller fuer „Wir koennen auch anders…“ (1993), eine internationale Auszeichnung als bester Schauspieler beim Stockholm International Film Festival fuer „Schultze Gets the Blues“ (2003) und den Verdienstorden des Landes Brandenburg (2012).

Casper Ivor

Casper Ivor ist ein erfahrener Journalist und Autor mit über 8 Jahren Erfahrung in der deutschen Medienlandschaft. Er hat an mehreren renommierten deutschen Medienplattformen gearbeitet und sich auf Berichte über Prominente, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie aktuelle Ereignisse aus der deutschen Unterhaltungs- und Kulturbranche spezialisiert. Seine Artikel zeichnen sich durch sorgfältige Recherche, sachliche Aufbereitung und ein tiefes Verständnis für das Interesse des deutschsprachigen Publikums aus. Auf Gedankennest schreibt Casper Ivor regelmäßig über deutsche Stars, Schauspieler, Musiker und Sportler – immer mit dem Anspruch, komplexe Themen verständlich, fair und faktenbasiert darzustellen.