
Über zwei Jahrzehnte lang war er die Stimme im Hacker-Festzelt auf dem Oktoberfest – derjenige, der jeden Tag der Wiesn „Vollgas“ gab. Georg „Schorsch“ Angerer, Gründer und Frontmann der Münchner Party-Band Cagey Strings, starb am 9. März 2018 völlig überraschend im Alter von 53 Jahren.
Sein Tod erschütterte nicht nur seine Bandkollegen, sondern auch die gesamte Münchner Musik- und Wiesn-Szene, mit der er über 35 Jahre eng verbunden war.
Cagey Strings gestorben – Was ist bekannt?
Georg „Schorsch“ Angerer starb am 9. März 2018 in einer Münchner Klinik während einer Operation. Die Todesursache war ein Aneurysma – eine Aussackung eines Blutgefäßes, die zu einer akuten und lebensbedrohlichen Komplikation führte. Sein Tod kam für alle völlig überraschend; nur kurz zuvor hatte er noch mit der Band auf der Bühne gestanden.
Besonders bemerkenswert: Die Cagey Strings wurden am 9. März 1982 gegründet – auf den Tag genau 36 Jahre vor Angerers Tod.
Wer war Schorsch Angerer?
Georg „Schorsch“ Angerer wurde am 16. Mai 1964 geboren. Schon im Alter von zehn Jahren begann er, sich für die Gitarre seiner Schwester zu interessieren – der erste Schritt einer musikalischen Laufbahn, die sein gesamtes Leben prägen sollte.
1976 wurde Angerer durch den als „deutscher Bill Haley“ bekannten Musiker Paul Würges inspiriert, zwei Jahre später eine eigene Rock’n’Roll-Schulband zu gründen. Zusammen mit seinem Schlagzeuger Werner Heizenreder, den er 1978 über seine Musiklehrerin kennenlernte, sowie weiteren Mitschülern am Moosacher Gymnasium – darunter Gitarrist Bernd Bircks und Bassist Paul Kreil – formte sich die Urbesetzung der späteren Band.
Die Geburtsstunde der Cagey Strings
Am 9. März 1982 traten die vier Moosacher Gymnasiasten erstmals unter dem Namen „Cagey Strings“ bei einem Musikwettbewerb der Firma Hertie in München-Schwabing auf – und belegten direkt den zweiten Platz. Nach dem Schulabschluss entschied sich die Band, professionell Musik zu machen.
Der große Durchbruch gelang den Cagey Strings 1989 durch die Zusammenarbeit mit Produzent Harald Steinhauer. Mit den Single-Auskoppelungen „Heute Nacht“ und „Tausendmal in meinen Träumen“ aus ihrem ersten Album gelang der Band 1990 der Sprung ins bundesweite Fernsehen – mit rund 20 Auftritten, darunter in der ZDF-Hitparade und in „Formel 1“. Das zweite Album „Heiß wie Feuer“ festigte diesen Erfolg.
Die Stimme des Hacker-Festzelts
Seit 1996 spielten die Cagey Strings jährlich auf dem Münchner Oktoberfest im Hacker-Festzelt – über 20 Jahre lang gehörte Schorsch Angerer dort zum festen Inventar der Wiesn. Münchner kannten ihn als den Mann, der dort jeden Tag für ausgelassene Stimmung sorgte.
Über die Jahrzehnte wechselte die Bandbesetzung mehrfach – Schlagzeuger, Keyboarder und Bassisten kamen und gingen – doch Schorsch Angerer als Sänger und Gitarrist blieb von Beginn an die konstante, zentrale Figur der Band.
Reaktionen auf seinen Tod
Die Nachricht von Angerers Tod löste in der Münchner Musikszene große Trauer aus. Seine alten Freunde von der Spider Murphy Gang verfassten einen bewegenden Abschiedstext auf Facebook, in dem sie ihn als Kollegen und guten Freund der Band würdigten.
Wegbegleiter beschrieben ihn als jemanden mit „Rock’n’Roll-Gen“ und einer positiven, freundlichen Lebenseinstellung, der trotz anfänglicher Skepsis seiner Umgebung seinen Traum von einer eigenen Band konsequent verfolgte – und damit eine Lebensleistung erbrachte, „die vielen 80-Jährigen verwehrt bleibt“.
Die Band macht weiter
Nur wenige Tage nach Angerers Tod entschieden die verbliebenen Bandmitglieder, bereits geplante Konzerte stattfinden zu lassen und das Lebenswerk ihres Gründers fortzuführen. Im Juli 2018 stieß mit Gitarrist Marinus Christof ein neues Mitglied zur Band – die Cagey Strings spielen bis heute weiter, ganz im Sinne ihres Gründers.
Ähnlich wie Hermann Magerer mit „Bergauf-Bergab“ ein Format schuf, das seinen eigenen Abschied überdauerte, lebt auch Schorsch Angerers Lebenswerk in der Band weiter, die er vor über 40 Jahren gegründet hat.
Das Erbe
Die Cagey Strings bleiben bis heute ein fester Bestandteil des Münchner Oktoberfests und der bayerischen Party-Musikszene. Schorsch Angerers über 35-jähriges Engagement – von der Schulband bis zum festen Programmpunkt im Hacker-Festzelt – machte ihn zu einer der bekanntesten Figuren der Münchner Live-Musikszene. Mehr zur Bandgeschichte findet sich auf Wikipedia.
Fazit
Schorsch Angerer, Gründer und Frontmann der Cagey Strings, starb am 9. März 2018 überraschend an einem Aneurysma während einer Operation in einer Münchner Klinik. Er wurde 53 Jahre alt. Als langjähriger Frontmann der Band, die seit 1996 das Hacker-Festzelt auf dem Oktoberfest bespielt, bleibt er eine Legende der Münchner Musikszene.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Wann ist Schorsch Angerer gestorben? Am 9. März 2018, im Alter von 53 Jahren, in einer Münchner Klinik.
2. Was war die Todesursache von Schorsch Angerer? Ein Aneurysma – eine Aussackung eines Blutgefäßes – während einer Operation.
3. Womit wurde Schorsch Angerer bekannt? Als Gründer, Sänger und Gitarrist der Party-Band Cagey Strings, die seit 1996 im Hacker-Festzelt auf dem Oktoberfest spielt.
4. Macht die Band Cagey Strings nach Angerers Tod weiter? Ja, die verbliebenen Bandmitglieder beschlossen, das Lebenswerk ihres Gründers fortzuführen, und die Band spielt bis heute weiter.
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