
Die Fakten hinter den Schlagzeilen
Die Suchanfrage „bares für rares händler gestorben“ taucht regelmäßig im Internet auf und sorgt bei Fans der beliebten ZDF-Trödelshow für große Verunsicherung. Doch was steckt wirklich hinter diesen dramatischen Meldungen? Die klare Antwort lautet: Kein aktueller Händler der Sendung „Bares für Rares“ ist gestorben. Alle bekannten Gesichter wie Wolfgang Pauritsch, Fabian Kahl, Susanne Steiger, Walter „Waldi“ Lehnertz und ihre Kollegen sind am Leben und weiterhin aktiv.
Diese Todesmeldungen sind Teil einer perfiden Betrugsmasche, die auf Clickbait und Werbeeinnahmen abzielt. In diesem Artikel klären wir die Hintergründe dieser Falschmeldungen auf und zeigen Ihnen, wie Sie seriöse Informationen von Fake News unterscheiden können.
Warum kursieren Gerüchte über verstorbene Händler?
Clickbait als Geschäftsmodell
Hinter den Behauptungen, ein bares für rares händler gestorben sei, steckt meist eine gezielte Strategie. Unseriöse Webseiten und YouTube-Kanäle nutzen sensationelle Schlagzeilen, um Klicks zu generieren. Jeder Klick bringt Werbeeinnahmen – laut Branchenberichten zwischen einem und zwei Euro pro 1.000 Aufrufe.
Die Betrüger kombinieren:
- Dramatische Titel wie „Schock! Bares für Rares-Star verstorben“
- Traurige Hintergrundmusik
- Bearbeitete Fotos der Händler
- KI-generierte Texte und Computerstimmen
Emotionale Bindung der Zuschauer
Die Händler von „Bares für Rares“ sind über Jahre zu vertrauten Fernsehpersönlichkeiten geworden. Viele Zuschauer fühlen sich ihnen emotional verbunden. Diese Bindung nutzen die Betrüger gezielt aus, denn dramatische Nachrichten über vermeintliche Todesfälle wecken sofort Aufmerksamkeit und werden schnell geteilt.
Prominente Opfer der Fake-Todesmeldungen

Fabian Kahl
Der junge Antiquitätenhändler mit den bunten Haaren war besonders häufig Ziel von Falschmeldungen. Im Jahr 2024 kursierten Videos mit Titeln wie „Fabian Kahl 1991-2024“ oder „Ruhe in Frieden“. Der 33-Jährige reagierte mit Humor und postete auf Instagram ein Selfie mit dem Satz: „Ich bin nicht tot, nur mein Kaffee ist alle.“ Ähnliche Falschmeldungen über Todesursachen sind leider kein Einzelfall im deutschen Fernsehen.
Wolfgang Pauritsch
Im Frühjahr 2025 verbreiteten Betrüger die Behauptung, Pauritsch sei bei einem Flugzeugabsturz in Indien ums Leben gekommen. Die Geschichte war besonders perfide, weil sie einen realen Absturz nutzte und mit erfundenen Details über eine Antik-Reise kombinierte.
Susanne Steiger
Die beliebte Schmuck-Expertin wurde in mehreren Videos für tot erklärt – angeblich durch einen Autounfall, Kopfverletzungen oder Krebs. Nach zahlreichen besorgten Anrufen meldete sie sich auf Instagram und stellte klar: „Ja, ich lebe. Lasst euch nicht in die Irre führen – das sind alles Fake News.“
Horst Lichter
Sogar Moderator Horst Lichter war betroffen. In Videos wurde behauptet, man habe ihn tot in seinem Haus gefunden, mit Gift im Körper. Lichter reagierte frustriert: „Das ganze Internet ist ja voll, also Youtube zumindest, mit meiner Beerdigung, mit Bildern vom Unfall, von meinem Herzinfarkt.“ Solche gezielten Falschmeldungen über Medienpersönlichkeiten sind ein wachsendes Problem.
Wie erkennt man Falschmeldungen?
Warnzeichen für Fake News
Um nicht auf die Behauptung „bares für rares händler gestorben“ hereinzufallen, achten Sie auf folgende Merkmale:
Unseriöse Quellen:
- Keine Angabe von Quellen oder offiziellen Bestätigungen
- Unbekannte Webseiten ohne Impressum
- YouTube-Kanäle mit wenigen Abonnenten
Verdächtige Inhalte:
- Übertriebene emotionale Sprache
- KI-generierte Stimmen statt echter Nachrichtensprecher
- Recycelte Bilder von Trauerfeiern
- Clickbait-Titel mit vielen Ausrufezeichen
Fehlende Bestätigungen:
- Keine Meldung vom ZDF oder offiziellen Medien
- Keine Statements der Familie oder Kollegen
- Keine Berichte in seriösen Nachrichtenportalen
So überprüfen Sie Informationen richtig
- Prüfen Sie die Quelle: Hat das ZDF oder eine seriöse Nachrichtenagentur die Meldung bestätigt?
- Suchen Sie nach aktuellen Posts: Sind die Händler auf Instagram oder Facebook aktiv?
- Nutzen Sie Faktencheck-Portale: Seiten wie Correctiv.org entlarven Falschmeldungen
- Seien Sie skeptisch: Bei sensationellen Schlagzeilen erst recherchieren, dann teilen
Die Rolle von Künstlicher Intelligenz
Moderne KI-Technologie macht es Betrügern leichter denn je, überzeugende Fake-Videos zu erstellen. Mit wenigen Klicks können sie:
- Texte automatisch generieren lassen
- Computerstimmen erzeugen, die echt klingen
- Bilder kombinieren und bearbeiten
- Dutzende Videos gleichzeitig produzieren
Diese Masse an Inhalten erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen auf die Falschmeldungen stoßen und sie für wahr halten.
Was tun bei Fake-Meldungen?
Als Zuschauer
Wenn Sie auf Videos stoßen, die fälschlich behaupten, ein bares für rares händler gestorben sei:
- Melden Sie das Video auf der jeweiligen Plattform (YouTube, Facebook, TikTok)
- Teilen Sie es nicht – jeder Share hilft den Betrügern
- Klären Sie andere auf – warnen Sie Freunde und Familie
- Nutzen Sie den Daumen-runter-Button bei unseriösen Inhalten
Reaktionen der Betroffenen
Die Händler und das ZDF-Team gehen unterschiedlich mit den Falschmeldungen um:
- Einige reagieren mit Humor und Klarstellungen in sozialen Medien
- Andere ignorieren die Videos bewusst, um ihnen keine Aufmerksamkeit zu schenken
- Das ZDF selbst veröffentlicht keine offiziellen Dementis, da dies die Gerüchte nur verstärken würde
Aktuelle Situation der Händler (Stand 2025)
Alle bekannten Händler von „Bares für Rares“ sind wohlauf und aktiv:
- Wolfgang Pauritsch arbeitet weiterhin als Auktionator und Händler
- Fabian Kahl plant seine Hochzeit mit Verlobter Yvonne Arnolds in Uganda
- Susanne Steiger ist regelmäßig in der Sendung zu sehen
- Walter „Waldi“ Lehnertz betreibt sein Antiquitätengeschäft „Waldi’s Eifel Antik“
- Ludwig „Lucki“ Hofmaier hat sich 2020 in den Ruhestand zurückgezogen – lebt aber
Für aktuelle Informationen und Sendetermine besuchen Sie die offizielle Bares für Rares-Seite des ZDF.
Die psychologischen Folgen

Für die Betroffenen
Die ständigen Todesmeldungen sind für die Händler belastend. Fabian Kahl beschrieb seine Gefühle als „Mischmasch zwischen makaber und lustig“. Susanne Steiger berichtete von unzähligen besorgten Anrufen und sogar Menschen, die an ihrer Haustür klingelten.
Für die Zuschauer
Auch Fans der Sendung leiden unter den Falschmeldungen. Viele entwickeln Misstrauen gegenüber Nachrichten im Internet und fühlen sich manipuliert. Die emotionale Bindung zu den Händlern macht die vermeintlichen Todesnachrichten besonders schmerzhaft.
Rechtliche Aspekte
Die Verbreitung falscher Todesmeldungen bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone:
- Es handelt sich um üble Nachrede und Verleumdung
- Die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen werden verletzt
- Rechtliche Schritte sind schwierig, da die Täter oft anonym agieren
- Die Plattformen sind verpflichtet, gemeldete Inhalte zu prüfen
Warum die Masche funktioniert
Die Betrüger nutzen mehrere psychologische Tricks:
- Neugier: Menschen wollen wissen, was passiert ist
- Emotionale Reaktion: Trauer und Schock lähmen kritisches Denken
- Soziale Bestätigung: Viele Klicks suggerieren Glaubwürdigkeit
- Vertrautheit: Die Händler wirken wie alte Bekannte
So schützen Sie sich und andere
Präventionsmaßnahmen
- Entwickeln Sie Medienkompetenz und kritisches Denken
- Folgen Sie nur verifizierten Accounts der Händler
- Nutzen Sie offizielle Quellen wie ZDF.de
- Sprechen Sie mit älteren Verwandten über Fake News
- Installieren Sie Browser-Erweiterungen zur Faktenprüfung
Vertrauenswürdige journalistische Quellen wie das ZDF sind besonders wichtig, um sich vor Fehlinformationen zu schützen.
Bildungsarbeit
Schulen und Medienpädagogen sollten das Thema Falschinformationen verstärkt behandeln. Gerade ältere Menschen, die eine Hauptzielgruppe von „Bares für Rares“ darstellen, sind oft weniger erfahren im Umgang mit digitalen Medien.
Fazit: Keine Todesfälle bei Bares für Rares
Die wiederkehrende Behauptung, ein bares für rares händler gestorben sei, entbehrt jeder Grundlage. Alle aktuellen und ehemaligen Händler der beliebten ZDF-Show sind am Leben. Die Falschmeldungen sind Teil einer skrupellosen Betrugsmasche, die mit den Emotionen der Zuschauer spielt und durch Werbeeinnahmen Geld verdient.
Als Zuschauer sollten wir wachsam bleiben, Informationen kritisch prüfen und unseriöse Inhalte melden statt zu teilen. Vertrauen Sie auf offizielle Quellen und lassen Sie sich nicht von reißerischen Schlagzeilen täuschen. Die Händler von „Bares für Rares“ handeln weiterhin mit Herz, Humor und Fachwissen – und das hoffentlich noch viele Jahre.
Für weitere aufklärende Artikel über Medienmythen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens besuchen Sie Gedankennest.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist wirklich ein Bares für Rares-Händler gestorben? Nein. Nach aktuellem Stand (Anfang 2025) ist kein aktueller oder ehemaliger Händler der Sendung verstorben. Alle bekannten Gesichter leben und sind weiterhin aktiv.
Warum gibt es so viele Todesmeldungen über die Händler? Es handelt sich um eine Betrugsmasche zur Generierung von Werbeeinnahmen. Betrüger erstellen mit KI falsche Videos, um Klicks zu sammeln.
Wie kann ich echte von falschen Meldungen unterscheiden? Prüfen Sie, ob seriöse Medien wie das ZDF oder etablierte Nachrichtenagenturen die Meldung bestätigen. Achten Sie auf Quellen, Impressum und übertriebene emotionale Sprache.
Was soll ich tun, wenn ich ein Fake-Video finde? Melden Sie das Video auf der jeweiligen Plattform, teilen Sie es nicht und warnen Sie andere vor der Falschmeldung.
Haben die Händler rechtliche Schritte eingeleitet? Die rechtliche Verfolgung ist schwierig, da die Täter oft anonym agieren. Einige Händler haben die Videos gemeldet und ihre Fans zur Vorsicht aufgerufen.
Ist Ludwig Hofmaier noch am Leben? Ja, Ludwig „Lucki“ Hofmaier lebt. Er hat sich 2020 aus der Sendung zurückgezogen, um seinen Ruhestand zu genießen.
Wie reagieren die Händler auf die Falschmeldungen? Unterschiedlich – einige klären mit Humor auf Social Media auf, andere ignorieren die Videos bewusst, um ihnen keine Plattform zu geben.
Kann das ZDF etwas gegen die Videos unternehmen? Das ZDF kann die Videos melden und auf die Falschinformationen hinweisen, hat aber keine direkte Kontrolle über externe Plattformen wie YouTube.
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