Ado Schlier Todesursache. Die Würzburger Radio-Legende verstummt mit 90 Jahren

Fast vier Jahrzehnte lang gehörte seine Stimme zum festen Klang des Bayerischen Rundfunks. Ado Schlier moderierte Sendungen wie „Gute Nacht, Freunde“ und „Jazz auf Reisen“, war Teil der Gründungsmannschaft von Bayern 3 und erfand das bis heute laufende Musikfestival „Songs an einem Sommerabend“. Am 14. Januar 2026 starb er im Alter von 90 Jahren in seiner Heimatstadt Würzburg.

Ado Schlier Todesursache – Was ist bekannt?

Ado Schlier starb am 14. Januar 2026 in Würzburg im Alter von 90 Jahren. Eine konkrete, öffentlich genannte Todesursache liegt nicht vor. Angesichts seines hohen Alters von 90 Jahren ist von einem natürlichen Tod auszugehen. Bemerkenswert: Nur wenige Tage vor seinem Tod, am 10. Januar 2026, moderierte Schlier noch eine letzte Sendung für Rai Südtirol – „Meine Radiostunde – am Mikrophon: Ado Schlier“. Hörer der Sendung berichteten später, man habe ihm dabei bereits angemerkt, dass er „nicht mehr ganz fit“ gewesen sei.

Wer war Ado Schlier?

Ado Schlier wurde am 31. Januar 1935 in Würzburg geboren – hineingeboren in die bekannte Würzburger Textilunternehmerfamilie Schlier GmbH. Nach einer Ausbildung im Musikalienhandel gründete er zunächst eine eigene Konzertagentur, bevor er sich dem Radio zuwandte.

Mitte der 1950er Jahre begann Schlier seine Radiotätigkeit beim Sender Rot-Weiß-Rot in Österreich. Anfang der 1960er Jahre moderierte er bei Radio Salzburg zusammen mit Herbert Feuerstein, und ab Mitte der 1960er Jahre arbeitete er für das deutschsprachige Programm von RAI Bozen.

Münchner Jazztage und internationale Radioarbeit

1963 organisierte Ado Schlier die Münchner Jazztage – ein einwöchiges Jazzfestival, das die Kongresshalle im Deutschen Museum restlos ausverkaufte. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt zeigte sich Schliers Gespür für Musik und Veranstaltungsformate, das sein gesamtes weiteres Wirken prägen sollte.

Mitte der 1960er Jahre beauftragte ihn Radio Bremen mit der Gestaltung einer 24-teiligen Hörfunkserie mit dem Titel „Verliebt in eine kleine Stadt – Porträts europäischer Kleinstädte“, später folgte die zwölfteilige Serie „Typisch deutsch“.

Fast 40 Jahre beim Bayerischen Rundfunk

Beim Bayerischen Rundfunk moderierte Ado Schlier von 1961 bis 2000 die Hörfunkreihe „Jazz auf Reisen“. Von 1977 bis 1999 war er zudem Musikredakteur im Bereich Jazz, Folk und Liedermacher.

1971 gehörte Schlier zum Team der ersten Stunde von Bayern 3 und gestaltete über die Jahre zahlreiche feste Sendungen:

  • „Gute Nacht Freunde“ – 1.408 Folgen von 1972 bis 2000
  • „Musiklokaltermin“
  • „Wochenend mit Bayern 3“
  • „Morning Sky“
  • „Musik Report“
  • „BR-Jazznacht“

Diese schiere Anzahl an Sendungen und Folgen macht deutlich, wie zentral Schlier für das Programm des Senders über Jahrzehnte war. Hörer beschrieben seinen Stil später als „Alte Schule der Moderation“ – klar, korrekt, ohne Hektik, in einer Zeit, in der „Radio noch Persönlichkeiten hatte“.

Fernsehen und der Grand Prix Eurovision

Ende der 1970er Jahre begann Schliers Fernsehtätigkeit beim Bayerischen Rundfunk. Für die ARD entwickelte er von 1979 bis 1985 das Auswahlmodell für den deutschen Beitrag zum Grand Prix Eurovision de la Chanson (heute Eurovision Song Contest) – eine Aufgabe, die ihn zum Vorgänger des späteren ESC-Kommentators Peter Urban machte.

Für das Bayerische Fernsehen betreute er außerdem die Show-Bühne mit Alfred Biolek.

„Songs an einem Sommerabend“ Sein bleibendes Vermächtnis

Sein wohl prägendstes Werk schuf Ado Schlier 1987: das Musikfestival „Songs an einem Sommerabend“, das er bis 2016 leitete – fast 30 Jahre lang. Das Festival, das Liedermacher und Songwriter aus verschiedenen Genres zusammenbrachte, läuft bis heute weiter und gilt als eines der traditionsreichsten Veranstaltungsformate seiner Art in Bayern.

„Ein Glas Rotwein und die Welt des Radios“

In einem Porträt der Mainpost aus dem Jahr 2010 wurde Schlier, damals 75-jährig, als „Plauderer und Rundfunk-Legende“ beschrieben, der im Würzburger Juliusspital bei einem Glas Rotwein über die Veränderungen im Radio reflektierte. Schlier beklagte damals, dass es „keine Radiostars mehr“ gebe, weil „die Rundfunkverantwortlichen keine Persönlichkeiten mehr mögen“ – eine pointierte, aber reflektierte Zeitkritik eines Mannes, der das Medium über Jahrzehnte mitgeprägt hatte.

2025, im Jahr vor seinem Tod, erhielt Schlier noch die Ehrenmedaille des Oberbürgermeisters von Würzburg – eine späte, aber verdiente Würdigung seines Lebenswerks für seine Heimatstadt.

Das Erbe

Ado Schliers Wirken erstreckte sich über mehr als sechs Jahrzehnte und mehrere Länder – von Österreich über Südtirol bis nach Bayern. Mit „Songs an einem Sommerabend“ hinterlässt er ein Festival, das auch nach seinem Tod weiterlebt, und mit 1.408 Folgen „Gute Nacht Freunde“ eine der umfangreichsten Sendungsreihen der bayerischen Radiogeschichte. Ähnlich wie Hermann Magerer mit „Bergauf-Bergab“ beim BR ein Format schuf, das seine eigene Amtszeit weit überdauerte, bleibt auch Ado Schliers „Songs an einem Sommerabend“ sein bleibendes Vermächtnis. Mehr Informationen zu seinem Leben finden sich im WürzburgWiki.

Fazit

Die Ado Schlier Todesursache wurde nicht im Detail öffentlich gemacht – angesichts seines hohen Alters von 90 Jahren ist von einem natürlichen Tod auszugehen. Er starb am 14. Januar 2026 in Würzburg, nur wenige Tage nach seiner letzten Radiosendung. Als BR-Urgestein, Erfinder von „Songs an einem Sommerabend“ und Vorgänger des deutschen ESC-Auswahlsystems bleibt Ado Schlier eine der prägendsten Stimmen des bayerischen Rundfunks.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Wann ist Ado Schlier gestorben? Am 14. Januar 2026, im Alter von 90 Jahren, in Würzburg.

2. Was war die Todesursache von Ado Schlier? Eine offizielle Todesursache wurde nicht bekannt gegeben. Aufgrund seines hohen Alters ist von einem natürlichen Tod auszugehen.

3. Womit wurde Ado Schlier bekannt? Als langjähriger BR-Moderator von Sendungen wie „Gute Nacht Freunde“ (1.408 Folgen) und „Jazz auf Reisen“, sowie als Erfinder und 30-jähriger Leiter des Musikfestivals „Songs an einem Sommerabend“.

4. Welche Rolle spielte Ado Schlier beim Eurovision Song Contest? Von 1979 bis 1985 entwickelte er für die ARD das Auswahlmodell für den deutschen Grand-Prix-Beitrag – den Vorläufer des heutigen ESC-Auswahlverfahrens.

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Casper Ivor

Casper Ivor ist ein erfahrener Journalist und Autor mit über 8 Jahren Erfahrung in der deutschen Medienlandschaft. Er hat an mehreren renommierten deutschen Medienplattformen gearbeitet und sich auf Berichte über Prominente, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie aktuelle Ereignisse aus der deutschen Unterhaltungs- und Kulturbranche spezialisiert. Seine Artikel zeichnen sich durch sorgfältige Recherche, sachliche Aufbereitung und ein tiefes Verständnis für das Interesse des deutschsprachigen Publikums aus. Auf Gedankennest schreibt Casper Ivor regelmäßig über deutsche Stars, Schauspieler, Musiker und Sportler – immer mit dem Anspruch, komplexe Themen verständlich, fair und faktenbasiert darzustellen.