Ross The Boss Todesursache – Manowar-Gitarrist stirbt mit 72 Jahren an ALS

„Death to false metal“ – das Motto von Manowar kannte jeder Heavy-Metal-Fan der 1980er Jahre. Und der Mann, der den Sound dieser Band wie kein anderer praegte, war Ross „The Boss“ Friedman. Der Gitarrist und Mitbegruender sowohl von The Dictators als auch von Manowar starb am 26. Maerz 2026 im Alter von 72 Jahren an den Folgen einer ALS-Erkrankung. Nur einen Monat zuvor hatte er seine Diagnose oeffentlich gemacht.

Ross The Boss Todesursache – Was ist bekannt?

Ross Friedman starb in der Nacht vom 25. auf den 26. Maerz 2026. Sein offizieller Instagram-Account veroeffentlichte am Freitag, dem 27. Maerz, die Todesnachricht: „Mit tiefer Trauer geben wir den Tod von Ross ‚The Boss‘ Friedman aus der Bronx bekannt, der letzte Nacht nach seinem Kampf gegen ALS gestorben ist. Seine Musik bedeutete ihm alles, und seine Gitarre war der Atem seines Lebens. Diese heimtueckische Krankheit hat ihm beides genommen.“

Die Diagnose Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), auch Lou-Gehrig-Krankheit genannt, war erst im Februar 2026 oeffentlich bekannt geworden – nur etwa sechs Wochen vor seinem Tod. Friedman selbst hatte damals erklaert: „Es ist schwer zu wissen, was vor mir liegt, und es bricht mir das Herz, keine Gitarre mehr spielen zu koennen. Aber die Welle der Liebe war so, so stark. Ich bin absolut ueberwaealtigt von der Liebe und Unterstuetzung meiner Familie, Freunde und Fans.“

ALS ist eine neurodegenerative Erkrankung, die das Nervensystem schaedigt und zu zunehmender Muskellaehmung fuehrt, einschliesslich der Atem- und Schluckmuskeln. Sie ist unheilbar und verlief bei Ross Friedman ausserordentlich schnell.

Wer war Ross „The Boss“ Friedman?

Ross Friedman, bekannt unter seinem Kuenstlernamen „Ross The Boss“, wurde 1953 in der Bronx, New York, geboren. Er wuchs als Sohn einer juedischen Familie in New York auf und entdeckte frueh seine Leidenschaft fuer die Gitarre.

1972 war er Mitbegruender von The Dictators, einer der einflussreichsten Proto-Punk-Bands New Yorks, die mit ihrem rohen, energiegeladenen Sound den Weg fuer den New Yorker Punk der spaeten 1970er Jahre ebnete. Friedman galt als einer der zentralen Gitarristen dieser Bewegung.

The Dictators – Vater des New Yorker Punk

The Dictators formten sich 1972 in New York und gehoerten zu den Pionieren des amerikanischen Punk, lange bevor der Begriff selbst gebraeuchlich wurde. Mit ihrer Mischung aus hartem Rock, Humor und einer rauen New Yorker Energie beeinflussten sie Generationen spaeterer Bands.

Friedman war als Gitarrist das Herzstuck des Sounds der Dictators. Ueber die Jahre stand er immer wieder mit der Band auf der Buehne – bei Reunions und Sonderprojekten blieb er der Gruppe verbunden.

Manowar – „Death to False Metal“

1980 ereignete sich die entscheidende Begegnung in Friedmans Karriere: Waehrend einer Tournee mit der franzoesischen Rockband Shakin‘ Street als Vorgruppe von Black Sabbath lernte er den Black-Sabbath-Basstechniker Joey DeMaio kennen. Die beiden gruendeten daraufhin gemeinsam Manowar, eine Heavy-Metal-Band, die mit ihrem epischen Sound, ihren mythologischen Texten und ihrem kompromisslosen Motto „Death to false metal“ zu einer der bekanntesten und polarisierendsten Metal-Bands der Welt werden sollte.

Mit Manowar veroeffentlichte Friedman sechs Studioalben, darunter die Klassiker:

„Battle Hymns“ (1982) – das Debuetalbum, das den Sound der Band etablierte.

„Into Glory Ride“ (1983) – eine Fortsetzung mit noch mehr epischer Qualitaet.

„Hail to England“ (1984) – eines der bekanntesten Alben der Band, das auf Platz 87 der Rolling-Stone-Liste der 100 groessten Metal-Alben aller Zeiten gelangte.

„Sign of the Hammer“ (1984) und „Fighting the World“ (1987) folgten.

„Kings of Metal“ (1988) war sein letztes Album mit der Band.

Manowar stellten zeitweise sogar einen Guinness-Weltrekord als lauteste Band der Welt auf – ein Titel, der zum Markenzeichen der Gruppe wurde.

Der Abgang und die Solokarriere

1989 trennten sich Friedman und Manowar. Ueber die genauen Gruende wurde spekuliert, doch Friedman sprach in Interviews von musikalischen und persoenlichen Differenzen mit Bassist Joey DeMaio.

In den Folgejahren blieb er musikalisch aktiv. Er gruendete die Ross The Boss Band, mit der er vier Soloalben veroeffentlichte – Werke, die bewusst an die epische Manowar-Aera ankneupften. Ausserdem wirkte er bei den Projekten Death Dealer und Brain Surgeons mit.

Als grosser Hoehepunkt seiner spaeteren Karriere galten seine Dictators-Reunions, bei denen er die New Yorker Punk-Wurzeln seiner fruehen Karriere wieder aufgriff. Diese Auftritte begeisterten sowohl alte Fans als auch neue Generationen.

2024 kuendigte Friedman an, seine Tourneetermine fuer 2025 aus gesundheitlichen Gruenden absagen zu muessen – der erste Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmte. Im September 2025 sagte er alle weiteren Tour-Plaene ab und erklaerte seinen Rueckzug vom Tournee-Betrieb.

Reaktionen aus der Metal-Welt

Die Nachricht von Ross Friedmans Tod loeste in der internationalen Heavy-Metal- und Punk-Community grosse Trauer aus.

Sein ehemaliger Band Manowar erklaerte: „Mit grosser Trauer haben wir vom Tod Ross ‚The Boss‘ Friedmans erfahren. Musik war Ross‘ Leben, und er hat seine Spuren sowohl im Heavy Metal als auch im Punk Rock hinterlassen. Unser Mitgefuehl gilt seiner Familie, seinen Freunden und seinen Fans ueberall auf der Welt.“

Die Metal Hall of Fame, deren Mitglied Friedman war, wuerdigte ihn als „Pioniergestalt sowohl im Punk als auch im Heavy Metal“. Sein Erbe werde durch seine Musik und seinen Einfluss auf Generationen von Musikern und Fans weiterleben.

Aehnlich wie Eric Dane, der im selben Jahr 2026 an ALS starb, zaehlt auch Ross Friedman zu jenen Persoenlichkeiten, die ihre Erkrankung oeffentlich machten und damit das Bewusstsein fuer diese schwere Krankheit schaerften.

Das Erbe

Ross „The Boss“ Friedmans Vermaechtnis liegt in zwei sehr unterschiedlichen, aber gleichermassen bedeutenden Beitraegen zur Rockgeschichte: Als Mitbegruender von The Dictators half er, den New Yorker Punk zu erfinden. Als Gitarrist von Manowar pragte er den epischen Heavy Metal der 1980er Jahre nachhaltig.

„Seine Gitarre war der Atem seines Lebens“, hiess es in der Todesmitteilung seiner Familie – und diese Worte fassen sein Vermaechtnis vielleicht besser zusammen als jede lange Biografie. Mehr zu seiner Karriere findet sich auf Wikipedia.

Fazit

Die Ross The Boss Todesursache war ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), gegen die er nach Bekanntgabe seiner Diagnose im Februar 2026 nur wenige Wochen kaempfte. Er starb am 26. Maerz 2026 im Alter von 72 Jahren. Als Mitbegruender der Dictators und Manowar-Gitarrist auf sechs Studioalben bleibt Ross „The Boss“ Friedman eine der praegendsten Figuren des amerikanischen Punk und des epischen Heavy Metal.

Haufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Wann ist Ross The Boss gestorben? In der Nacht vom 25. auf den 26. Maerz 2026, im Alter von 72 Jahren.

2. Was war die Todesursache von Ross The Boss? ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), auch Lou-Gehrig-Krankheit genannt. Die Diagnose wurde erst im Februar 2026 oeffentlich gemacht.

3. Womit wurde Ross The Boss bekannt? Als Mitbegruender von The Dictators (1972) und als Gitarrist von Manowar (1980-1989), mit dem er Klassiker wie „Hail to England“ und „Kings of Metal“ einspielte.

4. Wann verliess Ross Friedman Manowar? 1989, nach sechs gemeinsamen Studioalben, aufgrund von Differenzen mit Bassist Joey DeMaio.

Casper Ivor

Casper Ivor ist ein erfahrener Journalist und Autor mit über 8 Jahren Erfahrung in der deutschen Medienlandschaft. Er hat an mehreren renommierten deutschen Medienplattformen gearbeitet und sich auf Berichte über Prominente, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie aktuelle Ereignisse aus der deutschen Unterhaltungs- und Kulturbranche spezialisiert. Seine Artikel zeichnen sich durch sorgfältige Recherche, sachliche Aufbereitung und ein tiefes Verständnis für das Interesse des deutschsprachigen Publikums aus. Auf Gedankennest schreibt Casper Ivor regelmäßig über deutsche Stars, Schauspieler, Musiker und Sportler – immer mit dem Anspruch, komplexe Themen verständlich, fair und faktenbasiert darzustellen.