
Sie fotografierte Koenige und Kuenstler, Sternchen und Legenden, und war dabei selbst laengst eine Legende. Marianne Fuerstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, liebevoll „Mamarazza“ genannt, starb am 4. Mai 2025 in Muenchen im Alter von 105 Jahren. Mit ihr verlor die europaeische Gesellschaftswelt eine ihrer charmantesten, beharrlichsten und faszinierendsten Figuren.
Marianne zu Sayn-Wittgenstein Todesursache – Was ist bekannt?
Marianne Fuerstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn starb am Sonntag, dem 4. Mai 2025, in Muenchen. Dies bestaetiate ihre Familie der Deutschen Presse-Agentur. Eine konkrete medizinische Todesursache wurde nicht oeffentlich bekannt gegeben. Angesichts ihres aussergewoehnlich hohen Alters von 105 Jahren ist von einem natuerlichen Tod auszugehen.
Bis ins sehr hohe Alter nahm sie aktiv am gesellschaftlichen Leben teil und war bei Veranstaltungen und Events anzutreffen – eine Lebensfreude und Neugier, die sie bis zuletzt auszeichnete.
Wer war Marianne zu Sayn-Wittgenstein?
Maria Anna Mayr-Melnhof, spaetere Marianne Fuerstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, wurde am 9. Dezember 1919 in Salzburg geboren. Ihre Familie hatte tief verwurzelte adelige Wurzeln: Sie war eine Urururenkelin der oesterreichischen Kaiserin Maria Theresia und wuchs als aeltestes von zehn Kindern auf Schloss Glanegg in Fuerstenbrunn auf.
Ihre Leidenschaft fuer die Fotografie entdeckte sie bereits im Alter von neun Jahren. Nach der Matura studierte sie von 1938 bis 1941 an der Muenchner Blocherer-Kunstschule, bevor der Zweite Weltkrieg ihrem Studienleben ein Ende setzte.
Die Ehe und der tragische Verlust
Waehrend ihres Studiums in Muenchen lernte sie Ludwig Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Sayn kennen, den sie 1942 heiratete. Die Ehe war gluecklich, das Paar bekam fuenf Kinder. Doch 1962 riss ein tragischer Unfall Ludwig aus dem Leben: Er wurde von einem betrunkenen LKW-Fahrer ueberfahren. Das Paar hatte nur 20 gemeinsame Jahre.
Der Tod ihres Mannes haette viele Frauen zerstort. Bei Marianne zu Sayn-Wittgenstein-Sayn wirkte er als Antrieb. Ihre Freunde Lilli Palmer und Karl Lagerfeld ermutigten sie, ihre Leidenschaft fuer die Fotografie professionell zu verfolgen. Sie tat es – und schrieb damit den bekanntesten Teil ihrer Geschichte.
Die Geburt der „Mamarazza“
Als Gesellschaftsfotografin war „Manni“, wie sie ihre Freunde nannten, auf Adelshochzeiten, Festspielen und Promievents gefragt. Mit ihrer Kamera, die sie quasi nie aus der Hand legte, fing sie Jahrhundertmomente ein. Ihre Linse erblickte:
Koenig Charles III. – noch als Kronprinz. Maria Callas – die Opernsaengerin auf dem Hoehepunkt ihres Ruhms. Salvador Dali – den surrealistischen Kuenstler. Sean Connery – den ersten James-Bond-Darsteller. Romy Schneider, Curd Juergens, Fuerst Rainier von Monaco und viele weitere internationale Persoenlichkeiten.
Ihren unvergesslichen Spitznamen verdankte sie Prinzessin Caroline von Monaco, die ihr einst scherzhaft zurief: „Manni, du bist kein Paparazzo, du bist eine Mamarazza!“ Der Name blieb – und wurde zum Markenzeichen einer Frau, die selbst laengst Star war.
300.000 Fotos und ein unvergaengliches Archiv
Im Laufe ihres langen Lebens machte Marianne zu Sayn-Wittgenstein-Sayn ueber 300.000 Fotos. Dieses fotografische Archiv wurde in internationalen Ausstellungen gezeigt und erhielt 2003 eine eigene Dauerausstellung in Salzburg – eine Ehrung, die den kulturhistorischen Wert ihrer Arbeit unterstreicht.
Was sie von anderen Gesellschaftsfotografen unterschied, war eine persoenliche Qualitaet ihrer Bilder. Ihre Schwiegertochter Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn beschrieb es treffend: „Ihr Interesse gilt nicht Promis, sondern den interessanten Persoenlichkeiten dahinter.“ Genau das spuerte man in ihren Aufnahmen.
Gastgeberin legendaerer Feste
Marianne zu Sayn-Wittgenstein-Sayn war nicht nur Fotografin, sondern auch legendaere Gastgeberin. Auf ihrem Anwesen im oesterreichischen Fuschl am See empfing sie waehrend der Salzburger Festspiele Jahrfuer Jahr die europaeische Elite aus Kunst, Kultur und Gesellschaft. Diese Partys gehorten zu den begehrtesten Einladungen der Saison.
Neben Fuschl hatte sie ihren Hauptwohnsitz in Muenchen. In ihren letzten Lebensjahren erwog sie, ihren Wohnsitz nach Sayn-Bendorf in Rheinland-Pfalz zu verlegen – sehr zur Freude ihrer Familie, die sie naehe wuenschte. Den Umzug sollte sie nicht mehr vollziehen.
Ein Leben, 60 Nachkommen
Marianne zu Sayn-Wittgenstein-Sayn hinterlaesst eine bemerkenswert grosse Familie. Als Mutter von fuenf Kindern und angesichts zahlreicher Enkel, Urenkel und Ururenkel zahlt ihre Familie heute ueber 60 Nachkommen – ein Vermaechtnis, das weit ueber ihre Fotografien hinausgeht.
Aehnlich wie Eva Schloss, die ebenfalls ein sehr langes Leben fuer eine bedeutende Sache lebte, steht auch Marianne zu Sayn-Wittgenstein-Sayn fuer die seltene Qualitaet, ein Leben in der Gemeinschaft anderer wirklich ausgekostet zu haben. Mehr zu ihrem Leben findet sich auf Wikipedia.
Fazit
Die Marianne zu Sayn-Wittgenstein Todesursache wurde nicht im Detail oeffentlich gemacht. Sie starb am 4. Mai 2025 im Alter von 105 Jahren in Muenchen. Als „Mamarazza“, Gesellschaftsfotografin mit 300.000 Aufnahmen, Gastgeberin legendaerer Feste und Urururenkelin von Kaiserin Maria Theresia bleibt sie eine der faszinierendsten Persoenlichkeiten der europaeischen Gesellschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts.
Haufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Wann ist Marianne zu Sayn-Wittgenstein gestorben? Am 4. Mai 2025, im Alter von 105 Jahren, in Muenchen.
2. Was war die Todesursache von Marianne zu Sayn-Wittgenstein? Eine konkrete Todesursache wurde nicht oeffentlich bekannt gegeben. Angesichts ihres Alters ist von einem natuerlichen Tod auszugehen.
3. Warum wurde sie „Mamarazza“ genannt? Der Spitzname stammte von Prinzessin Caroline von Monaco, die scherzhaft sagte: „Manni, du bist kein Paparazzo, du bist eine Mamarazza.“
4. Wie viele Fotos hat sie in ihrem Leben gemacht? Ueber 300.000 Fotos, die in internationalen Ausstellungen gezeigt wurden und seit 2003 eine eigene Dauerausstellung in Salzburg haben.