
Es gibt Songs, die eine ganze Generation begleiten. „Marina“ und „Baby-Twist“ waren solche Songs – und Will Brandes war die Stimme dahinter. Am 8. April 1990 starb der Schlagersänger im Alter von 62 Jahren in seiner Heimatstadt Lahstedt – still und ohne großes mediales Aufsehen, ganz so, wie er sich Jahre zuvor auch aus dem Showgeschäft zurückgezogen hatte.
Für viele Fans der deutschen Schlagermusik der 50er und 60er Jahre bleibt Will Brandes ein fester Bestandteil ihrer Jugend – auch wenn sein Name heute nicht mehr jedem geläufig ist.
Will Brandes Todesursache – Was ist bekannt?
Eine offizielle, öffentlich kommunizierte Todesursache wurde zu Will Brandes nicht bekannt gegeben. Bekannt ist lediglich, dass er am 8. April 1990 in seinem Heimatort Lahstedt (heute Teil von Ilsede, Landkreis Peine) im Alter von 62 Jahren starb. Da Brandes sich bereits Mitte der 1960er Jahre aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte, gab es zu seinem Tod kaum mediale Berichterstattung – ein Schicksal, das viele Stars jener Ära teilen, deren Karriere lange vor ihrem Tod endete.
Wer war Will Brandes?
Will Brandes wurde am 11. Januar 1928 in Münstedt geboren, einem Ortsteil von Ilsede im Landkreis Peine, Niedersachsen. Nach der Schule absolvierte er zunächst eine kaufmännische Lehre, ließ sich später jedoch in Braunschweig zum Operntenor ausbilden – eine klassische Gesangsausbildung, die seiner späteren Schlagerkarriere eine besondere stimmliche Qualität verlieh.
Ab 1957 erhielt Brandes seinen ersten Plattenvertrag und veröffentlichte seine Debütsingle „Wo die Sonne schlafen geht“. Ein Jahr später unterschrieb er bei der Kölner Plattenfirma Electrola, die ihn zunächst als Rock’n’Roll-Sänger aufbauen wollte.
Der Aufstieg – Von Cover-Versionen zum Schlagerstar
In den späten 1950er Jahren machte sich Brandes zunächst mit deutschen Coverversionen internationaler Hits einen Namen. Er sang deutsche Versionen von:
- „Wake Up Little Susie“ (Everly Brothers) als „Wach auf Little Susie“
- „King Creole“ von Elvis Presley
- „Catch a Falling Star“ von Perry Como
1958 gelang ihm mit „Teenager Melodie“ – einem Duett mit Conny Froboess – sein erster größerer Erfolg.
1959 wurde zu seinem bislang erfolgreichsten Jahr: Mit der deutschen Version von Rocco Granatas Welthit „Marina“ stieg Brandes bis auf Platz 7 der deutschen Charts und blieb dort 19 Wochen lang vertreten. Die Platte verkaufte sich bis Ende 1960 über 500.000 Mal. Im selben Jahr gewann er zudem zusammen mit Ruth Fischer das erste Deutsche Schlagerfestival in Wiesbaden mit dem Titel „Was wär‘ das alles ohne dich“.
„Baby-Twist“ Der größte Hit seiner Karriere
1961 wechselte Will Brandes zur Hamburger Plattenfirma Polydor. Dort gelang ihm 1962 mit „Baby-Twist“ – aufgenommen zusammen mit der kleinen Sängerin Elisabeth – der größte Erfolg seiner Karriere. Der Song hielt sich 20 Wochen in den Charts und kletterte bis auf Platz 2.
Interessant: Im selben Jahr veröffentlichte auch Ralf Bendix einen ähnlichen „Babysitter“-Song. Während Bendix mit seinem „Babysitter-Boogie“ nur auf Rang 29 landete, setzte sich Brandes mit „Baby-Twist“ deutlich durch.
1963 platzierte sich Brandes mit dem „Baby-Babbel-Bossa-Nova“ ein letztes Mal in den Hitparaden – Platz 9 im Musikmarkt. Es sollte seine letzte Chartnotierung bleiben.
Auftritte in der DDR und Filmrollen
Will Brandes war nicht nur in Westdeutschland populär. Fernsehauftritte führten ihn auch in die DDR, wo es zu einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit mit der DDR-Plattenfirma Amiga kam: 1963 produzierte Polydor eine eigene Version des Amiga-Titels „Kartäuser Knickebein Shake“, ursprünglich gesungen von Lutz Jahoda. Zwei Jahre später erschien mit „Ich hab‘ keinen Zylinder“ sogar ein Song, der ausschließlich für den DDR-Markt produziert wurde.
Neben seiner Musikkarriere wirkte Brandes auch in drei Kinofilmen mit, unter anderem 1960 in „Das Rätsel der grünen Spinne“. Ähnlich wie DJ Shog, der Jahrzehnte später die deutsche Musiklandschaft mit elektronischer Musik prägte, hinterließ auch Brandes mit seinen Schlagern bleibende Spuren in der deutschen Musikgeschichte – nur eben in einer ganz anderen Ära.
Der Rückzug aus dem Showgeschäft
1966 lief Brandes‘ Plattenvertrag bei Polydor aus. 1967 nahm er noch eine letzte Platte zusammen mit seiner Tochter Marina bei der kleinen Plattenfirma Alcora auf – danach zog er sich, abgesehen von gelegentlichen Nostalgie-Auftritten, vollständig aus dem Showgeschäft zurück.
In den folgenden Jahren arbeitete Will Brandes als Kaufmann und in der Gastronomie – ein bürgerliches Leben, weit entfernt von den Bühnenlichtern seiner Schlagerjahre.
Das Erbe
Auch wenn Will Brandes‘ aktive Karriere nur etwa ein Jahrzehnt dauerte, bleiben Songs wie „Marina“ und „Baby-Twist“ bis heute Teil der deutschen Schlagergeschichte der Wirtschaftswunderjahre. Seine Musik steht exemplarisch für eine Zeit, in der deutsche Coverversionen internationaler Hits das Radio prägten und der Schlager zum Soundtrack einer ganzen Generation wurde. Weitere Details zu seiner Diskografie und Karriere finden sich auch auf Wikipedia.
Fazit
Die genaue Will Brandes Todesursache ist nicht öffentlich bekannt. Er starb am 8. April 1990 im Alter von 62 Jahren in seiner Heimatstadt Lahstedt – Jahrzehnte nach seinem Rückzug aus dem Showgeschäft. Bekannt bleibt er vor allem als Interpret von „Marina“ und „Baby-Twist“, zwei der größten deutschen Schlagerhits der späten 50er und frühen 60er Jahre.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Wann ist Will Brandes gestorben? Am 8. April 1990, im Alter von 62 Jahren, in Lahstedt.
2. Was war die Todesursache von Will Brandes? Eine offizielle Todesursache wurde nicht öffentlich bekannt gegeben.
3. Womit wurde Will Brandes bekannt? Vor allem mit den Hits „Marina“ (1959) und „Baby-Twist“ (1962), die beide Top-10-Platzierungen in den deutschen Charts erreichten.
4. Was hat Will Brandes nach seiner Musikkarriere gemacht? Nach seinem Rückzug aus dem Showgeschäft Mitte der 1960er Jahre arbeitete er als Kaufmann und in der Gastronomie.
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